Simon.„Es iſt hart, der Abkömmling eines Stammes
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„Mangel an Gewohnheit,“ ſagte Simon,„durch Mauerklettern lernen die Knaben Abgründe hinabſtei⸗ gen. Fangt mit leichten Fehden an— übt täglich 3 Waffen Eures Landes im Turnier mit Eurem Ge⸗ olge.”
Slind welche Zeit hab ich dazu?“ rief der junge Häupt⸗ ling aus, indem er aufſprang, als wäre etwas Schreck⸗ liches ſeiner Einbildungskraft begegnet.„Wie viele Tage ſind zwiſchen dieſer Stunde und dem Palmſonn⸗ tag, und was ſoll da geſchehen?— Eingeſchloſſene Schranken, aus denen kein Mann entfliehen kann, noch ſchlimmer als der axme Bär, der an ſeinen Pfahl geket⸗ tet iſt. Sechzig Männer, die beſten und feurigſten, (Einen ausgenommen!) welche Albany von ſeinen Ber⸗ Pn herunter ſenden kann, alle dürſten nach der Andern
lut, während ein König und ſeine Edlen und Tau⸗ ſende umher, wie bei einem Schauſpiel mit Jubelge⸗ ſchrei zuſehen, um ihre teufliſche Wuth aufzuregen! Hiebe ſchmettern und Blut fließt, dicker, ſchneller, rö⸗ ther,— ſte ſtürzen aufeinander, wie Wahnſinnige— ſie zerreißen einander wie wilde Thiere— die Verwundeten werden unter den Füßen ihrer Gefährten zu Tode ge⸗ treten! Blug ſtrömt, die Arme werden ſchwach— aber da gilt⸗kein Vertrag, kein Waffenſtillſtand, keine Un⸗ terbrechung, während die verſtümmelten Elenden noch am Leben ſind! Da verkriecht man ſich nicht hinter Bruſtwehr, kämpft nicht mit Wurfwaffen,— Mann ſteht gegen Mann, bis die Hände ſich nicht mehr er⸗ heben können, um den gräßlichen Kampf fortzuſetzen. — Wenn ein ſolches Schlachtfeld ſchon in Gedanken ſo ſchrecklich iſt, was denket Ihr, wird es erſt in der Wirklichkeit ſeyn?“ 3
Der Handſchuhmacher ſchwieg.
„Ich ſage noch einmal, was denket Ihr?
„Ich kann Euch nur bemitleiden, Conachar,“ ſagke


