Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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»Ich verſtehe Eure Erzählnng, ſagte Eachin,aber es wird mir ſchwer werden, die meinige Euch glaublich zu machen, da Ihr das Geſchlecht kennt, von dem ich abſtamme, und beſonders ihn, den wir heute in's Grab gelegt haben wohl ihm, daß er da liegt, wo er nie hören wird, was Ihr jetzt hören ſollt! Seht, mein Va⸗ ter das Licht, das ich trage, wird kurz und blaß, in wenig Minuten geht es ausaber ehe es erliſcht, ſoll die ſchreckliche Geſchichte erzählt werden. Vater, ich binein Feiger! Nun iſt's geſagt, und das Ge⸗ heimniß meines Unglücks in den Händen eines andern!«

Der junge Mann ſank in einer Art von Krampf zu⸗ rück, den ſeine Herzensangſt bei der traurigen Mitthei⸗ lung verurſachte. Der Handſchuhmacher von Furcht und Mitleiden bewegt, gab ſich Mühe, ihn in's Leben zurückzurufen, und es gelang ihm, ohne daß er ihm ſeine Faſſung wieder geben konnte. Er verbarg ſein Geſicht i die Hände, und ſeine Thränen floßen häufig und

itter.

Um unſrer Frau willen, faſſet Euch, ſagte der alte Mann,und widerruft das elende Wort! Ich kenne Euch beſſer, als ihr ſelbſt Ihr ſeyd kein Feiger, ſon⸗ dern nur zu jung und unerfahren, und zu ſchnell in der Einbildungskraft, um die ſtete Tapferkeit eines bärtigen Mannes zu beſitzen. Ich würde niemand anders das über Euch ſagen hören, Conachax, ohne ihn lügen zu ſtrafen. Ihr ſeyd kein Feiger ich habe hohe Fun⸗ ken von Muth in Euch auffliegen ſehen, ſelbſt bei gerin⸗ ger Aufforderung.

Hohe Funken von Stolz und Leidenſchaft! ſagte der unglückliche Jüngling, nzer wenn ſeht Ihr ſie dure die Entſchloſſenheit, die ſie halten ſollte, unterſtützt: Die Funken, von denen Ihr ſprecht, fielen auf mein fei⸗ ges Herz, wie auf ein Stück Eis, das nicht Feuer fan⸗ gen kaun; wenn mich mein beleidigter Stolz zu ſchla⸗ gen nöthigte, ſo trieb mich meine Geiſtesſchwäche im nächſten Augenblick zu fliehen.