Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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51 Milde und Sitten zu lehren. Sie weiß ſelbſt, wie es endete.“ 3

„Ja, mein Vater,“ ſagte Catharine,„es war wirk⸗ lich Barmherzigkeit, ich wollte den Brand aus dem Feuer reißen.“

„Aber wenig Klugheit,“ erwiederte ihr Vater,„deine eigenen Finger dabei verbrennen zu wollen.— Was ſagt Mylord zu der Sache?*

„Mylord mag das ſchoͤne Maͤdchen von Perth nicht beleidigen,“ ſagte Sir Patrick:„und kennt wohl die Reinheit und Aufrichtigkeit ihres Herzens. Und doch muß ich nothwendig ſagen: waͤre dieſer Pflegling des Reh's runzlig, hager, querleibig und rothhaarig ge⸗ weſen, wie ich einige Hochlaͤnder kannte, ſo wuͤrde ich zweifeln, ob das ſchoͤne Maͤdchen von Perth ſo vie⸗ len Eifer auf ſeine Bekehrung verwandt haͤtte; und waͤre Catharine ſo alt, runzlig und von Jahren ge⸗ beugt geweſen, wie das alte Weib, das mir dieſen Morgen die Thuͤre oͤffnete, ſo wuͤrde ich meine golde⸗ nen Sporen gegen ein Paar hochlaͤndiſche Holzſchuhe wetten, daß dieſer wilde Rehbock ihren Lectionen nicht laͤnger zugehoͤrt haͤtte.— Ihr lacht, Glover, und Catharine wird roth vor Zorn. Laßt es hinge⸗ hen, das iſt ſo der Weg der Welt.“

„Der Weg, auf welchem Weltmenſchen ihre Nach⸗ barn beurtheilen, Mylord,“ antwortete Catharine, et⸗ was geärgert.

„Nun, ſchöne Heilige, verzeiht einen Spaß,“ ſagte

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