Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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So wahr ich von Meſſer und Nadel lebe, fiel Simon ein,das iſt eine Luͤge! Ich war nie ſo thö⸗ richt, von etwas zu ſprechen, was ich nicht verſtand.

»Er habe die Geſalbten der Kirche gelaͤſtert, die Kloſter⸗ und Welt⸗Geiſtliche, fuhr Catharine fort.

Ja, ich will's nicht laͤugnen, ſagte der Handſchuh⸗ macher,ein unnuͤtzes Wort mag ich bei'm Bier, oder einer guten Flaſche Wein, oder in ſicherer Geſellſchaft geſprochen haben: aber ſonſt lauft meine Zunge nicht fort, meinen Kopf in Gefahr zu bringen.

Das meynt Ihr, mein theuerſter Vater, aber Euer leichteſtes Wort iſt erſpaͤht, Eure wohlmeynendſte Rede verdreht, und Ihr ſeyd als grober Spoͤtter ge⸗ gen Kirche und Geiſtliche verrufen, der bei luͤderlichen und ſchlechten Leuten gegen ſie ſpricht, wie bei dem ermordeten Olivier Proudfute, Heinrich Smith von Wynd, und Andern, und der die Lehren des Vaters Clemens empfiehlt, den ſie auf ſieben Hauptketzereien anklagen, und mit Stab und Speer aufſuchen, um ihn zu Tode zu martern. Doch das, ſagte Catha⸗ rine, niederknieend, und mit dem Blick einer jener Heiligen, welche die Katholiken der ſchoͤnen Kunſt ge⸗ ſchenkt haben, himmelwaͤrts ſchauend,das werden ſie nie thun. Er iſt dem Netz des Vogelſtellers entgan⸗ gen, und, Dank dem Himmel, es geſchah durch mich. 6

»Durch dich, Maͤdchen du biſt toll, ſagte der er⸗ ſtaunte Handſchuhmacher. ſch Ich will es nicht laͤugnen, weſſen ich mich ruͤhme,

alter Scott's Werke. 1558 Bochn. 3