Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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30 Welche aͤußere Macht ſtark genug ſeyn konnte, ihre ſo beſtimmt ausgeſprochenen Entſchluͤſſe innerhalb vier⸗ undzwanzig Stunden zu veraͤndern, war ihm ein voͤlliges Geheimniß. »ber ich will ſo hartnaͤckig ſeyn, als ſie es immer nur kann, dachte der Handſchuhmacher,und ſie wird entweder Heinrich Smith ohne weiteren Ver⸗ zug heirathen, oder der alte Simon Glover wird ei⸗ nen vortrefflichen Grund zum Gegentheil haben.«

Die Sache wurde an dieſem Tag nicht weiter be⸗ ſprochen; aber fruͤh am folgenden Morgen mit Son⸗ nenaufgang kniete Catharine vor dem Bett, in wel⸗ chem ihr Vater noch ſchlummerte. Ihr Herz klopfte, als wollte es zerſpringen, und ihre Thraͤnen fielen haͤufig auf ihres Vaters Angeſicht. Der gute alte Mann erwachte, ſah auf, druͤckte die Stirne ſeines Kindes an ſich, und kuͤßte ſie liebevoll.

Ich verſtehe dich, Kaͤthchen, ſagte er,du kommſt um zu beichten, und willſt einer ſchweren Buße durch Aufrichtigkeit entgehen.

Catharine ſchwieg einen Augenblick.

»Ich brauche Euch nicht zu fragen, mein Vater, ob Ihr Euch des Karthaͤuſermoͤnchs, ſeiner Predigten und ſeines Unterrichts noch erinnert, bei welchem Ihr Euch ſo oft einfandet, daß es Euch nicht unbe⸗ kannt ſeyn kann, wie man Euch einen ſeiner Beke hr⸗ ten nannte, und auch mir mit groͤßerem Rechte die⸗ ſen Namen gab.