Teil eines Werkes 
154. Bändchen = Neue Folge, 4. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 4. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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118 nicht; wer weiß, welche Gaukelſtreiche man ausübt, um einem armen Kerl das Leben zu nehmen? Ich

biete jedem den Kampf an, der behauptet, ich habe die⸗

ſen Leichnam beſchädigt. Mit dieſen Worten warf er, der Sitte gemäß, ſeinen Handſchuh auf den Boden der Kirche.

Heinrich Smith trat unter dem Beifallsmurmeln ſeiner Mitbürger, das ſelbſt der heilige Ort nicht ganz unterdrücken konnte, vor, nahm den Handſchuh des Schurken, den er auf ſeine Mütze ſteckte und warf den Seinigen nach der Sitte dagegen als Pfand des Kam⸗ pfes hin; aber Bonthron hob ihn nicht auf.

Er iſt mir nicht gleich, brummte der Wilde,er kann meinen Handſchuh nicht aufheben. Ich bin im Gefolge des Prinzen von Schottland als Diener ſeines Stallmeiſters. Dieſer Burſche iſt ein elender Hand⸗ werker.

Hier unterbrach ihn der Prinz.Du in meinem Gefolge, Schurke! Ich entlaſſe dich auf der Stelle aus meinem Dienſt. Pack' ihn Smith und haue auf ihn, wie du nie auf deinen Ambos ſchlugſt! Der Schurke iſt ſchuldig und feig. Es macht mir übel, wenn ich ihn nur anſehe und wenn mein königlicher Vater meinem Rath folgen will, ſo gibt er den Par⸗ theien zwei ſchottiſche Aexte und wir wollen ſehen, wer der brävſte Kerl iſt, eh der Tag eine halbe Stunde älter wird.

Der Graf von Crawford und Sir Patrick Charteris, die Pathen beider Partheien ſtimmten dieſem bereit⸗ willig bei und geſtatteten, da die Kämpfer niedern Ranges waren, daß ſie in Stahlhauben, Büffelwämſern und mit Streitäxten kämpften und ſich bald möglichſt zum Kampfe rüſteten.

Die Schranken wurden im Kirſchnerhof(St. Kinners NYards) einem benachbarten Platze errichtet, den die Zunft beſaß, von der er den Namen führte und wo