400 werden, um bei des Mörders Nahen friſche Blutthrä⸗ nen zu vergießen?“ 1
„Ich kann's nicht ſagen, Mylord, als nach dem Ge⸗ rücht, das die Sache bekräftigt.“
„Das Thier Bonthron,“ fuhr Ramorny fort,„iſt über die Furcht vor etwas der Art beſtürzt und ſagt, er wolle lieber dem Kampf ſtehen. Was denkſt du?— er iſt ein Kerl von Stahl.“.
„Es iſt des Waffenſchmieds Arbeit, mit Stahl um⸗ zugehen,“ antwortete Dwining. 1
„Fiele Bonthron, ſo wäre mir das nicht leid,“ ſagte Namorny,„wenn ich gleich eine brauchbare Hand ver⸗ löre.“ i2.
„Ich glaube gern, Eure Herrlichkeit würde nicht ſo ſehr trauern, als über die, welche Ihr kürzlich verloret. — Verzeiht den Spaß— hi hi hi! Aber welches ſind denn die brauchbaren Eigeuſchaften dieſes Kerls Bon⸗ thron?“— 1
Die eines Bullenbeißers, er zerreißt, ohne zu bellen.“ „Ihr fürchtet nicht, er werde beichten 2“˙ ſagte der Apokheker.— 1a
„Wer kann ſagen, was der Schrecken des nahen To⸗ des thut?“ entgegnete der Kranke; ver hat bereits eine Feigheit gezeigt, die ſeiner ſonſtigen Rohheit ganz wi⸗ derſpricht; er, der kaum die Hände waſcht, wenn er einen Menſchen ermordet hat, fürchtet nun einen blu⸗ tigen Leichnam zu ſehen.“
„Gut,“ ſagte der Arzt, pich muß etwas für ihn thun, wenn ich kann, da er um meiner Rache willen den der⸗
ben Schlag führte, der freilich zum Unglück nicht traf, was er ſollte.“ r3 „Und weſſen Fehler war das, feiger Schuft,« fuhr Ramorny auf, vals der deine, der einen elenden Bock für einen Hirſch erſter Größe hielt?“ „Benediete, edler Sir„« entgegnete der Arzneikünſt⸗
ler,„glaubt Ihr, daß ich, der nichts als Kammerdienſt


