Teil eines Werkes 
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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über die unerwartete Nachgiebigkeit verlegen.Du biſt ein ſo guter Freund, als ich immer dachte. Aber ich habe ſo viel Liebe für Heinrich Smith, als er für Olivier Proudfute. Ich ſchwöre bei dem heil. Johann, daß ich mich nicht dir zum Schaden ſchlagen werde; jetzt bin ich gewiß, der Verſuchung nicht nachzugeben. Denn du wirſt nicht wollen, daß ich meinen Eid breche und gälte es auch zwanzig Zweikämpfe.

Höre, antwortete Smith,geſtehe, daß du dich fürchteſt, ſag' einmal in deinem Leben ehrlich die Wahr⸗ heit, oder ich laſſe dich den Streit ausfechten.

Wie? Brnder, du weißt wohl, daß ich mich nie fürchte. Aber wirklich der Kerl iſt ſo entſchloſſen und ich habe ein Weib, die arme Magdalena, wie du weißt, ich habe Kinder und du. 4

Und ich, unterbrach ihn Heinrich heftig,ich habe ſie nicht und werde ſie nie bekommen..

Wie? in der That? wenn es ſo iſt, wollte ich lie⸗ ber, daß du dich ſchlügſt, als ich.

Bei unſerer Frau! Kamerad, antwortete der Waf⸗ fenſchmied,mit dir iſt leicht zu ſpielen. Höre, Narr, der du biſt, daß Sir Patrick Charteris, der gern lacht, ſich auf deine Koſten beluſtigt hat. Glaubſt du, daß er die Ehre der Stadt wagen und auf einen Kopf wie der deine rechnen würde? oder daß ich dir in einer Sache wie dieſe den Vorgang ließe? Ja! Guter Gott, geh nur heim! Laß dir deine Magdalene eine warme Nachtmütze um den Kopf binden, nimm ein gutes Früh⸗ ſtück, trinke abgezogenes Waſſer und du wirſt morgen