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überein gekommen, die Sache durch Zweikampf zu ent⸗ ſcheiden. Unſer alter Bekannter, Dick der Teufel, ent⸗ ſagt ſeinem Adel und vertheidigt die Sache der Doug⸗ las und der Edelleute; man ſagt, Ihr oder ich ſollen die Sache der ſchönen Stadt führen. Ob ich gleich der Aeltere im Rath bin, ſo will ich doch, unſerer gegen⸗ ſeitigen Freundſchaft zu lieb, dir den Vorrang laſſen und mich mit dem mildern Amte des Stabführers be⸗ gnügen. ⸗
Heinrich Smith konnte trotz ſeines Zorns nicht um⸗ hin, zu lachen.
„Wenn dich das beunruhigt,“ ſagte er,„und dich um Mitternacht außer deinem Hauſe hält, ſo läßt ſich Alles machen. Du ſollſt den angebotenen Vorzug nicht ver⸗ lieren. Ich habe mehr als zwanzig Zweikämpfe gehabt, zu viel, viel zu viel; du haſt dich bis jetzt nur mit deinem hölzernen Sultan geſchlagen. Es wäre unge⸗ recht, unedel, grauſam, ſo das Anerbieten zu mißbrau⸗ chen, das mir deine Freundſchaft macht. Geh alſo nur heim, wackerer Junge, und laß dir die Furcht, dieſe Ehre zu verlieren, die Ruhe nicht ſtören. Sey ver⸗ ſichert, daß du auf die Ausforderung antworten wirſt, du haſt das Recht dazu, weil du durch den rohen Knap⸗ pen beleidigt biſt.“
„Großen Dank von ganzem Herzen,“ ſagte Olivier,
*) Stickler. So nannte man die Sekundanten, weil ſte weiße Staͤbe trugen, zum Zeichen ihres Amts, beiden Partheien Gerechtigkeit wiederfahren zu laſſen.
Anm. d. Ueb.


