108 im Stande ſeyn, mit deinem Dromond oder hölzernen Sultan zu fechten, wie du es nennſt, das Einzige, auf was deine Hiebe je ſenkrecht fielen.“
„Ahl ſo iſts nicht,“ ſagte Proudfute ermuthigt, in⸗ dem er es für nöthig hielt, beleidigt zu ſcheinen. „Ich lache über deine ſchlechte Laune, du weißt wohl, daß du meine Geduld nicht bis zum Streit mit dir er⸗ müden kannſt. Genug davon, wir ſind Waffenbrüder, das iſt dein Haus. Die zwei beſten Kliugen von Perth dürfen ſich nicht miteinander meſſen. Ich bin au deine Laune gewöhnt und vergeſſe alles. Aber iſt es wahr, daß beide Partheien verſöhnt ſind?«
„So vollſtändig, als ein Hammer einen Nagel ein⸗ ſchlagen kann,“ war Heinrichs Antwort.
„Die Stadt hat dem John*) eine Goldbörſe dafür geſchenkt, daß er ſie nicht eines Ueberläſtigen, Namens Olivier Proudfute entladen hat, da es in ſeiner Macht ſtand. Mit dieſem Beutel wird für den Oberrichter die Inſel Steepleß gekauft, die der König ihm gibt, denn der König zahlt alles in der Länge. So erhält Sir Patrick den ſchönen Inch,**) der vor ſeinem Hanſe liegt. Die Ehre iſt dabei auf beiden Seiten, denn Ihr wißt ja, was dem Oberrichter geſchenkt wird, das wird der Stadt geſchenkt. Das Beſte von Allem iſt,
*) S. im Anf. der Erzaͤhlung Proudfutes Zuſammen⸗ treffen mit Dick dem Teufel. Anm. d. Her. **⁰) In der Beſchreibung von Perth ſahen wir, daß eine
große Wieſe mitten in der Stadt dieſen Namen
fuͤhrte. 4 Anm,. d. Ker.


