87 „Aber der Anblick deiner reizenden Tochter wäre un⸗ ſerm jungen Blut lieber, als der eines Malvaſier⸗ faſſes.“ 4 5
„Ich danke Euch, Nachbarn,“ antwortete Glover, „meine Tochter befindet ſich unwohl und kann in der Nachtkälte nicht herauskommen. Aber wenn dieſer ar⸗ tige Mann, deſſen Stimme ich kenne, in mein armes Haus treten will, wird ſie ihm für die übrige Geſell⸗ ſchaft Dank und Gruß auftragen.“
„Du bringſt ſie uns in die Greifſchenke,“ riefen die Andern ihrem begünſtigten Gefährten zu,„denn dort wollen wir den Carneval begraben und noch einmal die Geſundheit der ſchönen Katharine trinken.“
„In einer halben Stunde bin ich bei Euch,“ ſagte Olivier,„und wir wollen ſehen, wer die größte Flaſche leert und am lauteſten ſingt. Ich will dieß Bischen Carneval noch ſo luſtig ſeyn, als würde mir morgen der Mund für immer geſchloſſen.“
„Leb wohl,“ riefen ſeine Mittänzer im Mohrenballet ihm zu,„leb wohl, luſtiger Mützenhändler, bis wir wieder das Vergnügen haben, dich zu ſehen.“
Die Tänzer begaben ſich nun an den Qrt ihrer Be⸗ ſtimmung, die Straßen entlang tanzend und ſingend⸗ von vier Muſtkanten begleitet, welche die Bande führ⸗ ten, während Simon Glover ihren Sprecher in ſein
Haus führte und ihm einen Sitz im Herdwinkel anbot.
„Aber wo iſt Enre Tochter?“ fragte Olivier,„das iſt der Magnet, der uns wackere Klingen herzieht.“
„Sie hütet wirklich das Zimmer, Nachbar Olivier,“


