Teil eines Werkes 
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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8⁵ forſchen. Der Carneval ging daher ſtill zu Ende, wenn man gleich an einigen Orten die Luſtbarkeiten des Ta⸗ ges noch nicht eingeſtellt hatte.

Eine Bande von Tänzern, die man beſonders beklatſcht und bemerkt hatte, ſchien ihre Luſtbarkeit noch nicht beendigen zu wollen. Die Entry,*) wie man es nannte, beſtand aus dreizehn gleich gekleideten Perſonen, welche wunderlich geſchnittene, gezeichnete und geſtickte Wämſer von Gemsleder trugen. Sie führten grüne Mützen. mit filbernen Troddeln, rothe Bänder, weiße Schuhe, an den Knieen und Knöcheln kleine Schellen und ein bloßes Schwert in der Hand. Dieſe geputzte Truppe hatte vor dem König den Schwerttanz aufgeführt, der im Zuſammenſchlagen der Waffe und einem Wechſel ſelt⸗ ſamer Stellungen beſtand; ſie war eben im Begriff, ihre Geſchicklichkeit zum zweiten Mal vor Simon Glo⸗ vers Thüre zu zeigen, ließ für ſich und die Zuſchauer Wein bringen und trank auf die Geſundheit des ſchönen Mädchens von Perkh mit lautem Jubel. Der alte Simon erſchien an der Thüre ſeiner Wohnung, um die Artigkeit ſeiner Mitbürger anzuerkennen, und ließ den luſtigen Mohrentänzern von Perth zu Ehren auch Wein bringen.

Wir danken dir, Vater Simon, ſagte eine verſteckte Stimme, die aber den prahleriſchen Ton Olivier Prond⸗ futes in einem erzwungenen Gequick ſchlecht verhüllte.

**) Es bezeichnet die Rolle, worin man die Taͤnze oder Schauſpiele gufzeichnete. Anm. d. Ueb.