Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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111 Manne keine Ehre macht, wenn ich nur wüßte, wel⸗ chem Weg ich folgen ſoll.

So viel iſt gewiß, daß Ihr dem folgen müßt, der Euch zu einem Feſt oder Jahrmarkt führt, ſagte Hein⸗ rich rauh, nicht zweifelnd, dieſe Traurigkeit ſey nur angenommen, um ſein Intereſſe zu feſſeln, und viel⸗ leicht auch fürchtend, in Verſuchung zu gerathen.Es iſt das Feſt des heiligen Madox zu Auchterardu; ich wette, Ihr werdet den Weg dahin gut finden.

Aftr, Auchter, wiederholte die Sängerin des Mit⸗ tags, deren Lippen die celtiſche Ausſprache umſonſt ver⸗ ſuchten.Man hat mir geſagt, meine Sprache werde nicht verſtanden werden, wenn ich näher an Eure furcht⸗ baren Berge komme.

Wollt Ihr in Perth bleiben?

Aber wo wohnen? ſagte das irrende Mädchen.

Ja wohl aber! Wo habt Ihr dieſe Nacht geſchla⸗ fen? Ich denke doch, Ihr wißt, woher Ihr kommt, ob⸗ gleich Ihr nicht zu wiſſen ſcheint, wohin Ihr geht!

Ich ſchlief im Hoſpitium des Kloſters, aber man hat mich nur auf dringendes Bitten zugelaſſen, und verboten, wieder zu kommen.

Gewiß würden ſie Euch heute noch weniger aufneh⸗ men, wenn das Schwert des Donuglas über Enrem Haupte ſchwebt, das iſt leider wahr. Aber der Prinz hat von Sir John Ramorny geſprochen; ich kann Euch durch die Straße in ſein Haus führen, obgleich dieſe Rolle eines ehrlichen Bürgers unwürdig iſt und ich mich beeilen muß. 3.

Es iſt mir gleich, wohin? ich weiß, daß ich immer Anſtoß und Verlegenheit errege. Es gab eine Zeit, wo es anders war... Aber wer iſt dieſer Ramorny 2 s

Ein galanter Ritter, der ein luſtiges Junggeſellen⸗ leben führt, der Knappe und Privado des Prinzen, wie man ſagt.

Wie? des leichtſinnigen und ſtolzen jungen Mannes,