Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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110 Zufriedenheit zu zeigen, theils um ſeine Gunſt zu ge⸗ winnen. 3

Nieder, Charlott, nieder! ſagte Louiſen,du biſt froh, die Klarheit der Sonne wieder zu ſehen, aber wo werden wir dieſe Nacht ruhen, armer Charlott?

Nun, Miſtreß, ſagte der Waffenſchmied, nicht in grobem Ton, denn dieß lag nicht in ſeinem Charakter, aber ziemlich haſtig, wie ein Mann, der von einer un⸗ angenehmen Rolle befreit zu ſeyn wünſchtwelchen Weg nehmt Ihr?

Louiſe, ſenkte die Augen und blieb ſtill. Heinrich fragte ſie zum zweitenmal, wohin ſie geführt ſeyn wolle? ſie ſchlug noch immer die Augen nieder und antwortete, ſie könne es nicht ſagen.

Kommt, kommt, ſagte der Waffenſchmied,ich verſtehe das, ich war zu meiner Zeit ein luſtiger Kerl, ein Wildfang; aber es iſt beſſer, wenn man klug iſt. In den Umſtänden, in denen ich mich befinde, bin ich für lange gebeſſert; und ſo werden wir uns vielleicht bälder trennen, meine Schöne, als ein Mädchen, wie Ihr, einen Burſchen von gutem Ausſehen verlaſſen möchte.

Louiſe weinte ſtill, immer den Blick zu Boden ge⸗ hertei als fühlte ſie tief eine Beleidigung, über die ie nicht das Recht hatte, ſich zu beklagen. Endlich, da ſie merkte, daß ihr Führer anfing ungeduldig zu werden, ſagte ſie mit ſchwacher Stimme: Edler Sire..

Sire,« ſagte der ungeſtüme Bürger,das iſt gut für einen Ritter und edel gehört einem Baron. Ich bin Heinrich Gow, ein ehrlicher Handwerker und Mit⸗ glied der freien Zunft der Waffenſchmiede. Guter Handwerker alſo, fagte die Sängerin,Ihr beurtheilt mich hart, aber nicht ohne ſcheinbaren Grund. Ich würde Euch den Augenblick von meiner Geſellſchaft befreien, die, wie es wohl möglich iſt, einem klugen