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Pförtchen, welches der. Mönch, nachdem er hinter ſich geblickt hatte, offen ließ. Hinter ihnen ging Louiſe, die in Eile ihr kleines Päckchen ergriffen und das treue Thier, den Gefährten ihrer weiten Reiſen, gerufen hatte und danz erſchrocken von einem Orte floh, wo ſie ſo furcht⸗ lar in Gefahr geweſen war.
Eilftes Capitel.
Der Möünch führte ſie durch einen geheimen Gang in die Kloſterkirche, deren innere Thore, gewöhnlich of⸗, fen, des ſtattgehabten Tumults wegen geſchloſſen waren, weil die Aufwiegler beider Partheien aus andern als andächtigen Gründen hineinzudringen verſucht hatten.
Sie gingen durch die untern Seiten der Kirche, de⸗ ren finſteres Gewölbe unter dem ſchweren Trikt des Waffenſchmieds wiederhallte und das Geräuſch der Soh⸗ len des Mönchs oder den noch leichtern Schritt Louiſens, die von Furcht und Kälte zitterte, nicht wiederholt haben würde. Sie merkte, daß keiner von ihren beiden Führern ſie im mindeſten achtete. Der Mönch war ein rauher Mann, deſſen Blicke zeigten, daß er das arme irrende Mädchen eben ſo ſehr verabſcheute als verachtete. Der Waffenſchmied, obwohl, wie wir wiſ⸗ ſen, der beſte Mann von der Welt, war unzufrieden, eine Rolle zu ſpielen, die ihm nicht zuſagte; er fühlte die Unmöglichkeit, ſie aufzugeben und dieſer peinliche Widerſpruch gab ſeinen Zügen einen Ernſt, der bis zur Härte ging. Seine üble Laune fiel natürlich auf das arme, ſeiner Obhut anvertraute Mädchen zurück; er ſagte, indem er die Sängerin mit Verachtung anſah, zu ſich ſelbſt:„Ich! ein ehrlicher Bürger ſoll mit die⸗ ſer Bettlerkönigin durch die Mauern von Perth gehen! Dieſe ſchöne Comödiantin kann einen guten Ruf ſo gut


