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muß, hinausführen und ich werse ihn wiederſehen, um ihm den Dank eines Prinzen zu bieten! Der Religioſe nickke zufrieden und die arme Louiſe, deren Blicke wäh⸗ rend dieſer Verhandlung abwechſelnd bald auf dem Prin⸗ zen bald auf Heinrich Smith ruhten, ſagte lebhaft: „Ich werde dieſen wackern Mann nicht mehr durch meine thörichte Kleidung ärgern, ich habe einen Man⸗ tel, deſſen ich mich zu bedienen pflege.“
„Nun gut, Smith,“ ſagte Rothſay lachend;„Du haſt eine Mönchskapuze und einen Frauenmantel, unter de⸗ nen du Schutz ſuchen kannſt; ich wollte, meine Thor⸗ heiten würden auch ſo heilig bedeckt! Leb wohl! ehrli⸗ cher Junge, wir ſehen uns bald wieder.“
Nach dieſen Worten trat er ſchnell, als hätte er noch neuen Widerſpruch von dem Waffenſchmied erwartet in den Pallaſt.
Heinrich Gow blieb nach dem Weggehen des Prinzen erſtaunt ſtehen. Er ſah ſich in eine nicht blos gefährliche, ſondern auch möglicher Weiſe ſehr anſtößige Sache ver⸗ wickelt, die, mitder Rolle verbunden, welche er mit gewöhnlichem Ungeſtüm im Streit geſpielt hatte, auf einen Schlag des Ziel verderben konnte, das er ſo feu⸗ rig verfolgte. Indeſſen ein ſchutzloſes Weſen der Bar⸗ barei der Galwegier*) und der Frechheit der Leute von Douglas zu überlaſſen, war ein Gedanke, den Heinrichs edle Seele keinen Augenblick ertragen konnte. Aus dieſen Gedanken weckte ihn die Stimme des Mönchs, der in dem Ton der Gleichgültigkeit, welche die Kloſter⸗ geiſtlichen gegen zeitliche Dinge empfinden oder auch nur zur Schau tragen, ihn bat, zu folgen. Der Waf⸗ fenſchmied gieng mit einem Athemzug, der einem Seufzer glich und folgte ohne große Aufmerkſamkeit auf den Weg, den er nahm, in einen Kreuzgang und durch ein
*) Einwohner der ſuͤdlichen Grafſchaft Galloway in Schottland. Anm. d. Kerausg.


