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moͤchte, wird, um den erſten Vertrag gelten zu laſ⸗ ſen, dieſe unchriſtliche Ehe trennen. Denkt wohl nach, Sire,“ fuhr der Graf fort, durch die ehrgeizigen Ge⸗ danken entflammt, denen die unerwartete Gelegen⸗ heit, ſeine Sache ſelbſt zu verfechten, Raum gegeben hatte,„denkt wohl uͤber Eure Wahl zwiſchen Douglas und mir. Er iſt grob und mächtig, das iſt wahr; aber Georg von Dunbar traͤgt die Schluͤſſel Schott⸗ lands an ſeinem Guͤrtel, und koͤnnte eine Armee vor die Thore von Edinburg fuͤhren, ehe Douglas die Graͤnzen von Cairntable verließe, um ſich ihr entge⸗ gen zu ſtellen. Euer koͤniglicher Sohn liebt meine arme verlaſſene Tochter, und haßt die ſtolze Marjory von Douglas. Eure Majeſtäͤt kann ſeine wenige Ach⸗ tung fuͤr ſie aus ſeinem Betragen gegen eine gemeine Saͤngerin in Angeſicht ſeines Schwiegervaters ab⸗ nehmen.“ 3
Der Koͤnig hatte der Rede des Grafen mit der aͤngſtlichen Aufmerkſamkeit eines furchtſamen Reiters zugehoͤrt, der von einem ungeſtuͤmen Pferde wegge⸗ tragen ward, deſſen Laufen er weder aufhalten noch kenken kann. Aber die letzten Worte erweckten in ſei⸗ nem Gemuͤth den Gedanken an die Gefahr, in der ſein Sohn ſchwebte. Er ſagte mit zitternder Stimme: „O Gott! es iſt nur zu wahr! Mein Sohn! Douglas! Ach! mein lieber Vetter, hindert nur Blutvergießen, und alles wird nach Eurem Wunſche werden. Horcht, ich hoͤre Laͤrm, es iſt Waffengeklirr!e
„Bei meiner Grafenkrone, bei meinem Ritterwort!“ ſagte March, indem er an das in den innern Kloſter⸗ hof gehende Fenſter trat und ihn voll von Bewaffne⸗ ten ſah, die ihre Schwerter ſchwangen und deren Waffengeraͤuſch das Echo wiederholte. Der hohe, ge⸗ wolbte Eingang war voll von Kriegern bis ans Ende; man konnte vorausſehen, daß zwiſchen denen, welche die Thure zu ſchließen ſuchten, und deuen, welche ſie


