Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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„Ich bitte Euch um Verzeihung,“ erwiederte der gute Greis,„ich erkenne, daß man euch unrecht ge⸗ than hat. Aber mein Sohn wird ermordet werden; ich muß ſelbſt hinunter.“ Der arme Koͤnig that, in⸗ dem er ploͤtzlich ſeinen Sitz verließ, einen Fehltritt, ſtrauchelte, und fiel ſchwer auf den Fußboden. Sein Kopf ſtieß an die Ecke des Seſſels, und er verlor eine Minute lang den Gebrauch ſeiner Sinne. Dieſer Anblick milderte ploͤtzlich den Zorn des Grafen und beſaͤnftigte ſein Herz. Er eilte dem Monarchen ent⸗ gegen, ſetzte ihn wieder in den Seſſel, und brauchte mit ſo viel Zaͤrtlichkeit als Ehrfurcht alle Mittel, die ihm paſſend ſchienen, um ihn wieder ins Leben zu rufen. Robert öͤffnete die Augen und ſah mit ver⸗ ſtoͤrtem Geſicht um ſich her.

Was gibts?— Sind wir allein?.. wer iſt bei uns?“

„Euer treuer Unterthan March,“erwiederte der Graf.

„Allein mit dem Grafen von March!“ deſſen immer nach geſtoͤrter Geiſt mit einigem Schrecken den Namen eines ſo maͤchtigen Vaſallen vernahm, den er toͤdlich beleidigt zu haben ſich bewußt war.

„Ja, mein gnaͤdiger Fuͤrſt, mit dem armen Georg von Dunbar, den man in Eurer Maijeſtaͤt Meinung verderben wollte, und der im Augenblick der Gefahr Eurer koͤniglichen Perſon vielleicht treuer ſeyn wuͤrde, als ſeine Anklaͤger.“

„Wahrlich, Vetter, man hat Euch ſehr Unrecht ge⸗ than; aber glaubt mir, wir werden Euch zu entſchaͤ⸗ digen ſuchen.“ 3

„Wenn Eure Majeſtaͤt es will,“ unterbrach ihn der Graf,„ſo kann es noch geſchehen; der Prinz und Marjory Douglas ſind nahe Verwandte, der Diſpens von Rom wurde ohne die noͤthigen Foͤrmlichkeiten ge⸗ geben, ihre Heirath kann nicht guͤltig ſeyn! Der Pabſt, der fuͤr einen ſo frommen Fuͤrſten gern alles thun