Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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41 ger zuſehen, daß einer unſerer Mitbürger vor unſern Augen geſchlagen, ausgeplündert wird; es iſt ein Un⸗ glück für unſern Nachbar Proudfute, aber eine Schmach für unſere ſchöne Stadt und für uns, ich muß ihm zu Hülfe eilen.“

„Wir alle wollen hin,« antwortete Craigdallie, „aber niemand thue einen Hieb, ehne daß ich Befehl dazu ertheile. Wir haben ſchon, wie zu fürchten iſt, mehr Händel auf dem Rücken, als wir zu tragen ver⸗ mögen; deßwegen gebiete ich allen und vornehmlich euch, Heinrich Gow, im Namen der ſchönen Stadt, euch der Waffen nicht zu bedienen, als blos zur Ver⸗ theidigung.« 1 r

So ſetzten ſie ſich insgeſammt in Bewegung, und der Anblick einer ſolchen Anzahl Bewaffneter verjagte den Räuber von ſeiner Beute. Doch hielt er in eini⸗ ger Entfernung, um ſie zu betrachten, wie der Wolf, der, wenn er ſich auch vor den Hunden zurückzieht, ſich doch nicht zu gänzlicher Flucht verſtehen kann.

Als Heinrich ſah, daß die Sachen ſo ſtanden, gab er ſeinem Pferde die Sporen und eilte ſeinen Gefähr⸗ ten voran, dem Schauplatze zu, wo Olivier Proudfute großes Unglück widerfahren war. Das erſte was er that, war, daß er Jeſabel am Zügel ergriff, das zweite, daß er ſie ihrem Herrn wieder zuführte, der die Klei⸗ der ganz mit Koth überzogen und Thränen in den Au⸗: gen, die ihm der Schmerz und Verdruß entlockt hatte, auf ihn zukam. Der Anblick, den er darbot, ſtach ge⸗ gen ſeine ſonſtige, wichtige und anmaßende Miene ſo