Teil eines Werkes 
152. Bändchen = Neue Folge, 2. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 2. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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40 ihn am Boden liegen ſah, abgeſtiegen und hielt ihm die Spitze eines kleinen Jagdmeſſers an die Kehle, wäh⸗ nend er mit der Hand die Taſchen des unglücklichen, Strumpfwirkers leerte. Er unterſuchte hierauf die Jagdtaſche, die er trug und ſchwor, er wolle ſich mit dem Inhalte derſelben dafür entſchädigen, daß er an der Jagd geſtört worden ſey. Statt aber die Schnalle zu löſen, zog er ſo ſtark an dem Bandelier, daß der Riemen brach, worüber der unglückliche Bürger von Perth noch mehr in Schrecken gerieth. Er fand, wie es ſchien, nichts, das ſeine Begjerde reizte, und warf die Taſche verächtlich wieder hin, ließ dann den abge⸗ worfenen Reiter wieder aufſtehen, beſtieg ſelbſt ſeinen Klepper und warf einen Blick auf die Gefährten des Strumpfwirkers, die ſich gegen ihn in Marſch geſetzt hatten.

Als ihr Abgeordneter vom Pferde fiel, hatten ſie⸗ anfangs gelacht, wozu ſie ſich durch Proudfutes Groß⸗ ſprechereien ermuntert fanden, als ſie ſahen, daß ihr Olivier, wie ſich Heinrich Smith ausdrückte, einen Roland gefunden habe*). Sobald ſie aber den Gegner des Strumpfwirkers ſich auf dieſen werfen und ihn auf die eben beſchriebene Weiſe behandeln ſahen, konnute ſich der Waffenſchmied nicht länger zurückhalten und rief:„mit Verlaub, Meiſter Vogt, ich kann nicht län⸗

*)„Einen Roland fuͤr einen Olivier finden,“ iſt eng⸗ liſches Sprichwort, das ſo viel heißt, als„ſeinen Mann finden.“ Anm. d. Ueb.