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gelaſſen, und ſeine Aufmerkſamkeit erwachte erſt, als die Caſtellanin, um ihre Ausſage zu beſtätigen, ihm die am Fußboden ſichtbare Blutflecken wies.*)
„Sehen Sie dieſe Flecken hier,“ ſagte ſie„ſind mit nichts wegzubringen. Sie ſind ſchon ſeit 250 Jahren da, und werden bleiben, ſo lange der Fußboden hält, weder Waſſer, noch ſonſt etwas nimmt ſie weg.“
Unter andern Waaren hatte unſer Gimpel auch ein ſogenanntes Reinigungs⸗Elixir zu verkaufen, und ein 250 Jahre alter Flecken war für ihn etwas ungemein Intereſſantes, nicht, weil er von dem Blute des be⸗ glückten Günſtlings einer Königin, der in ihrem ei⸗ genen Zimmer ermordet worden war, herrührte, ſon⸗ dern weil er dadurch eine herrliche Gelegenheit er⸗
hielt, von der Wirkſamkeit ſeines unvergleichlichen Eli⸗ xirs eine Probe zu geben. Im Augenblicke ſtürzte unſer Freund auf die Kniee nieder, jedoch keineswegs in einer Anwandlung von Entſetzen oder von einer frommen Regung getrieben.
„250 Jahre, liebe Frau!“ rief er„und ſie ſollen nicht wegzubringen ſeyn! Und wären ſie 500 Jahre alt, ich habe ein Mittelchen in der Taſche, das ſie in 5 Minu⸗ ten vertilgen ſoll. Sehen Sie dieſes Fläſchchen Elixir? im Augenblicke wird dieſer Flecken verſchwinden.“
*) Jedem Reiſenden pflegt man dieſes Blut zu zeigen, deſſen Spuren unvertilglich ſind. Der Herausg.


