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wie Chaſtelart*), der hingerichtet wurde, weil man ihn um Mitternacht im Schlafzimmer der Königin von Schottland verſteckt gefunden hatte..
Eines Tages hatte die gute Frau, von der ich ſo eben geredet habe, einem Londner Gimpel die Zimmer zu zeigen. Er gehörte nicht zu den gewöhnlichen, wort⸗ kargen Reiſenden, die mit offenem Munde und weit aufgeriſſenen Augen mit beifälliger Nachläſſigkeit die eingelernten Phraſen ihres Eicerone hinnehmen; er war im Gegentheil der gewandte, rührige Agent eines an⸗ geſehenen Hauſes in London, der keine Gelegenheit ver⸗ ſäumte, Geſchäfte zu machen, wie er es nannte, d. h. die Waaren ſeiner Committenten zu verkaufen und ne⸗ benbei auf eigene Rechnung einen kleinen Handel zu treiben. Mit einer gewiſſen Ungeduld hatte er die Reihe der Zimmer durchlaufen, ohne im geringſten Gelegenheit zu finden, von demjenigen, was er als den Hauptzweck ſeines Lebens betrachtete, auch nur eine Sylbe anzubringen. Selhſt die Geſchichte von Riz⸗ zio's Ermordung hatte den Spekulanten unangeregt
*) Ein Edelmann aus der Dauphiné, nach de Thou ein Großneffe oder ſogar ein Enkel von Bayard, am Hofe Maria Stuarts, wo er eine heftige Lei⸗ denſchaft zu ſeiner Gebieterin faßte, zweimal Nachts in ihrem Zimmer angetroffen und beim zweitenmale zum Tode verurtheilt wurde.
Der Herausg.


