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thige Theilnahme und unſere Bekanntſchaft mit der Kuͤſte und anderen Oertlichkeiten an die Hand gegeben hat, die wir, auf welchen Wegen wir ſie auch erlangt haben moͤgen, jetzt zum Beſten unſers Vaterlandes anwenden zu koͤnnen hoffen. Minna Du wirſt entweder meinen Namen ehren⸗ voll, oder nie wieder nennen hoͤren. Wenn die Tugend Gluͤckſeligkeit geben kann, ſo brauche ich ſie Dir nicht zu wünſchen, denn Du beſitzeſt ſie ſchon. Lebe wohl, Minna!“
Minna weinte ſo bitterlich bei dieſem Briefe, daß ihre Thraͤnen die Aufmerkſamkeit der geneſenden Norna erreg⸗ ten. Sie riß ihn ibrer Verwandten aus der Hand, uͤber⸗ las ihn, Anfangs mit der verſtoͤrten Miene Jemandes, der ſich nicht darein finden kann— dann mit einem Schim⸗ mer der Erinnerung— zuletzt mit einem gemiſchten Aus⸗ bruche von Freude und Schmerz, bei welchem er ihrer Hand entſiel. Minna raffte ihn auf, und zog ſich mit ih⸗ rem Schatze in ihr Zimmer zuruͤck.
Von dieſer Zeit an ſchien Norna einen durchaus ver⸗ aͤnderten Charakter anzunehmen. Ihre Kleidung ward ein⸗ facher und weniger auffallend; der Zwerg ward entlaſſen, mit reichlicher Ausſtattung fuͤr ſein behagliches Leben. Sie
zeigte kein Verlangen mehr, ihre fruͤhere irrende Lebens⸗
art fortzuſetzen, gab Befehl, ihre Sternwarte, wie man ſie nennen koͤnnte, auf Fitful⸗Head niederzureißen, legte den Namen Norna ab, und wollte von nun an nur, wie ſie wirklich hieß, Ulla Troil genannt ſeyn. Die wichtigſte Veraͤnderung ereignete ſich zuletzt. Bisher ſchien ſie— den furchtbaren Eingebungen einer geiſtichen Verzweiflung folgend, welche aus dem, was bei ihres Vaters Tode vor⸗ gegangen, entſprang— ſich als ein von der goͤttlichen


