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rede die Wahrheit! Ich will Alles glauben— Alle⸗ glau⸗ ben, was Du mir ſagen willſt! Beweiſe mir nur, daß er fort und in Sicherheit iſt!“
„Er iſt fort und in Sicherheit,“ ſagte Norna:„durch mich in Sicerheit, und ſieht einer ehreavollen und gluͤckli⸗ chen Verbindung entgegen. Ja, Upglaͤubiger! ja, kluger und duünkelvoller Unglaͤubiger! dieß war Norna's Werk! Ich hatte Dich ſchon ſeit mehreren Jahren erkannt, wuͤrde mich aber nie Dir zu erkennen gegeben haben, waͤre es nicht in dem triumphirenden Bewußtſeyn geſchehen, das Geſchick, welches meinem Sohn drohte, in meiner Gewalt zu haben. Alles vereinigte ſich gegen ihn, die Sterne, welche ihm den Tod in den Wellen droheten— Verbin⸗ dungen, welche auf Blut deuteren— aber meine Eiuſicht uͤberwand ſie alle. Ich ordnete an, ich ſtellte zuſammen— ich fand Mittel— ich erdachte ſie— jedes Ungemach ward abgewandt, und welcher Unglaͤnbige auf Erden, oder wel⸗ Ser ſtoͤrrige Daͤmon außer den Graͤnzen dieſer Erde, kann nun noch meine Macht laͤugnen?“
Die wilde Begeiſterung, mit der ſie ſprach, glich ſo fehr dem triumphirenden Wahnſinne, daß Mertoun aut⸗ wortete:„Waͤren Eure Anſpruͤche weniger hoch und Eure Sprache gemaͤßigter, ſo wuͤrde ich uͤber die Sicherheit mel⸗ nes Sohnes ruhiger ſeyn.“
„So zweifle denn immerhin, eitler Zweifler!“ ſagte Norna:„und wiſſe dennoch, daß nicht allein unſer Sohn in Sicherheit iſt, ſondern daß ich auch geraͤcht bin, obaleich ich keine Rache ſuchte— geraͤcht an dem maͤchtigen Werk⸗ zeuge der finſtern Maͤchte, welche meine Plaͤne ſo oft ver⸗ eitelten und ſelbſt das Leben meines Sohnes bedrohten— ja, nimm es als Gewaͤhrleiſtung fur die Wahrheit meiner


