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andem Ende der Inſel in Bewegung geſetzt worden waren, gieng alſo Mertoun ſchon in dem verlaſſenen Seiten⸗ gange der Kathedrale auf und ab, und erwartete mit krampk⸗ hafter Begierde die erwartete Mittheilung Norna's. Die Glocke ſchlug zwoͤlf, keine Thuͤre oͤffnete ſich, Niemand trat in die Kathedrale; Laum aber war der letzte Ton in dem Gewoͤlbe verhallt, als, aus einem der innern Seitengaͤnge hervorgleitend, Norna vor ihm ſtand. Merroun, ohne auf das ſcheinbar Geheimnißvolle ihrer ploͤtzlichen Annaͤherung zu achten(mit deren Bewandniß der Leſer ſchon bekannt iſt), gieng ſogleich mit dem aͤngſtlichen Ausrufe auf ſie zu: „Ulla— Ulla Troil— hilf mir unſern ungluͤcklichen Knaben retten!“
„Auf Ulla Troil,“ ſagte Norna:„antworte ich nicht; ich gab dieſen Namen den Winden in der Nacht hin, die mir einen Vater koſtete!“
„Sprich nicht von jener Nacht des Schreckens,“ ſagte Mertoun:„wir haben unſere Vernunft noͤthig— laß uns nicht Erianerungen auffriſchen, welche dieſe in Gefahr brin⸗ gen koͤnnten, ſondern hilf mir, wenn Du kannſt, unſer un⸗ gluͤckliches Kind retten!“
„Vaughan,“ antwortete Norna:„es iſt ſchon ge⸗ rettet— ſchon lange gerettet; glaubt Ihr, daß die Hand einer Mutter, wie ich bin, Eure ſchleichende, zoͤgernde, un⸗ wirkſame Huͤlfe abwarten wuͤrde? Nein, Vaughan, ich ent⸗ huͤlle mich Euch nur, um meines Triumphs uͤber Euch zu genießen: dieß iſt die einzige Rache, welche die maͤchtige Norna ſich fuͤr das Ulla Troil angethane Unrecht erlau⸗ ben will.“
„Haſt Du ihn wirklich gerettet— ihn aus den Haͤn⸗ den des moͤrderiſchen Schiffsvolkes gerettet? Sprich, und


