Teil eines Werkes 
114. Band, Der Pirat : 5. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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geſchlummert war, als er fuͤhlte, daß ihn Jemand bei'm Wachmantel, in den er ſich eingehuͤllt hatte, zupfte.

„Iſt es ſchon um Sonnenaufgang?“ fragte er, und fuhr empor, als er die erſten Strahlen derſelben uͤber dem Horizont emporſteigen ſah.

„Mordaunt!“— ſprach eine Stimme, deren Ton tief in ſeinem Herzen wiederhallte.

Er wandte ſeinen Blick auf die Sprecherin, und Brenda ſtand, zu ſeinem freudigen Erſtaunen, vor ihm. Aber als er im Begriff war, ſie anzureden, erſchrack er vor ihrem Anblicke; denn auf ihren bleichen Wangen ſah er Spuren des Schmerzes und der Verwirrung, ihre Lippen bebten, und ihre Augen ſtanden voll Thraͤnen.

„Mordaunt!“ ſagte ſie:„Du mußt mir und Minna einen Gefallen erweiſen; Du mußt uns erlauben, das Haus in der Stille zu verlaſſen, und ohne Jemanden zu beun⸗ ruhigen, damit wir bis zu den Steinen von Stennis ge⸗ hen koͤnnen.“.—

„Was fuͤr ein Einfall iſt dieß, theuerſte Brenda?“ ſagte Mordaunt, ſehr erſtaunt uͤber dieſe Zumuthung:„wahr⸗ ſcheinlich ein aberglaͤubiſcher Gebrauch von den Orkney's, aber die Zeit iſt zu gefaͤhrlich, und die Verhaltungsbefehle, die ich von Deinem Vater erhalten habe, ſind zu ſtrenge, als daß ich Euch erlauben ſollte, ohne ſeine Zuſtimmung wegzugehen. Bedenke, theuerſte Brenda, daß ich ein Sol⸗ dat bin, der auf dem Poſten ſteht und den Beſehlen nach⸗ kommen muß.“

„Mordaunt!“ ſagte Brenda:„dieß iſt keine Sache

zum Scherzen; Minna's Verſtand, ja, Minna's Leben haͤngt davon ab, daß Du uns dieſe Crlaubniß giebſt.“