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Ihr Geſpräch wurde in dieſem Augenblicke durch die unterbrochen, von der ſie eben ſprachen, und, wie auf der That ertappt, zogen ſie die Hüte, machten ihre ungeſchickten Bücklinge und ſahen etwas verwirrt aus.
Minna kehrte in das Haus zuruͤck, wo ſie wohnte, im ganzen über den Erfolg der Unternehmung erfreut, welche ihren Vater aus der Gefahr zu befreien verſprach, und zu⸗ gleich ihr eine Bürgſchaft für Clevelands Entkommen und des jungen Mertoun's Sicherheit gegeben hatte. Sie eilte, beide Nachrichten Brenda mitzutheilen, welche in ihrem Dank gegen den Himmel einſtimmte, und jetzt ſelbſt beinahe an Nornas überirdiſche Kraͤfte zu glauben ſchien, ſo ſehr war ſie über die Art ihrer Anwendung erfreut. Es war einige Zeit vergangen, ehe Beide aufhören konnten, einander Glück zu wünſchen, und die Thranen einer mit Beſorgn iß kämpfend en Hoffnung zu vermiſchen, als, ſpät am Abend, Claudius Halcro, voll von einer gewiſſen unruhigen Wich⸗ tigkeit, an welcher aber auch die Furcht ihren Antheil hat⸗ te, ihnen die Nachricht brachte, daß Cleveland, der Gefan⸗ gene, aus der Kathedrale, in der er habe umhergehen duͤr⸗
fen, verſchwunden ſey, und daß der Bürgermeiſter, dem man geſagt, daß Minna jenem zu ſeiner Flucht behuͤlflich
geweſen, in großer Verlegenheit hieher komme, um über die
genaueren Umſände Erkund ſgung einzuziehen.
Als die wuͤrdige Magiſtratsperſon hereintrat, machte ihm Minna durchaus kein Geheimniß daraus daß es ihr aufrichtiger Wunſch ſey, daß Cleveland entkommen ſeyn mö⸗ ge, da dieß das einzige Mittel bliebe, ihren Vater aus der drohenden Gefahr zu erretten; daß ſie aber irgend einen thätigen Antheil an der Flucht gehabt, läugnete ſie hartnä⸗ ckig, und ſagte aus: daß ſie ſchon vor mehr als zwei Stun⸗


