Teil eines Werkes 
114. Band, Der Pirat : 5. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Cleveland ergriff ihre Hand, küßte ſie inbrünſtig und ſagte dann, aber ſo leiſe, daß nur ſie es hören konnte: lebe wohl, Minna, aber nicht auf immer.

Und nun Maͤdchen, entferne Dich, ſagte Norna: und überlaß das Uebrige der Reimkennar.

Nur ein Wort noch, und ich gehorche Euch— ſagt mir, ob ich recht gehörte habe— iſt Mordaunt Mertonn ſicher und wohl?

„Wohl und ſicher,“ ſagte Norna,„wehe ſonſt der Hand, die ſein Blut vergoß!“

Minna ging langſam der Thür der Kathedrale zu und wandte ſich nur von Zeit zu Zeit um, auf die ſchateenähn⸗ lichen Umriſſe Norna's und auf Clevelands kräftige und kriegeriſche Geſtalt hinzublicken, wie ſie in dem immer tie⸗ fer ſinkenden Dunkel der Kathedrale neben einander ſtanden. Als ſie ſich zum zweiten Male umblickte, waren ſie in Be⸗

wegung, und Cleveland folgte der Matrone, während ſie mit

langſamen und feierlichem Schritte gegen einen der Seiten⸗ gaͤnge hinglitt. Als Minna zum dritten Male umſchaute waren die Geſtalten nicht länger ſichtbar. Sie ſammelte ſich, ging auf die öſtliche Thür, durch welche ſie hereinge⸗ kommen war, los, und hörte einen Augenblick der Wach zu, welche außen auf⸗ und abgin g.

„Der ſhetländiſche Mädchen bleibt lange bei dem Pira⸗ ten Kerl,“ ſagte der Eine.„Ich hoffe, ſie haben von nichts Anderem mit einander zu reden, als von dem Löſe⸗ gelde für ihren Vater.“

Ja, wohl, antwortete ein Anderer, die Mädchen haben immer mehr Mitleid mit einem hübſchen jungen Piraten, als mit einem alten bettlägrigen Buͤrger.