Teil eines Werkes 
114. Band, Der Pirat : 5. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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aulaſſung zerſtoͤrt wurde, nach einem verhaͤltnißloſen und verſtuͤmmelten Plane wieder aufgebaut worden iſt. Das Licht faͤllt an dem oͤſtlichen Ende, durch ein hohes, reich verziertes, gothlſches Fenſter, von ſchönem Verhaͤltniß, ein, und der Fußboden iſt mit Inſchriften in verſchiedenen Spra⸗ chen bedeckt, welche die Graͤber edler Orkney⸗Inſulaner be⸗ zeichnen, deren Gebeine, zu verſchiedenen Zeiten, in bie⸗ ſen heiligen Raͤumen beigeſetzt worden.

Hier gieag nun Cleveland auf und ab, in Nachdenken uͤber die Begebenheiten eines ſchlecht angewandten Lebens verſunken, das, waͤdrend er ſich noch in der Bluͤthe ſeiner Jahre befand, wahrſchelnlich ein gewaltſames und ſchimpf⸗ liches Ende beſchließen durfte.„Bald,“ ſagte er, indem er auf den Fuöboden blickte,„werde ich zu dieſen Todten

gehoͤren— aber kein helliger Mund wird einen Segen uüͤber mich ſprechen— keine Freundeshand eine Inſchrift entwerfen— kein ſtolzer Nachkomme das Wappen auf

dem Grabe des Piraten Cleveland aushauen laſſen. Melne bleichenden Gebeine werden in den Galgenketten an einem wilden Ufer oder einem einſamen Vorgebirge ſchweben, das, meinetwegen, fuͤr verderblich und verwuͤnſcht gehalten werden wird. Der alte Seemann, wenn er die Meerenge hinunterfaͤhrt, wird den Kopf ſchuͤtteln, und von mir und meinen Handlungen ſeinen juͤngeren Kameraden, als einem war enden Beiſpiel, erzaͤhlen.— Aber Minna! Minna! was wirſt Du denken, wenn Du die Nachricht hoͤrſt? Wollte Gott, ſie waͤre von dem tiefſten Strudel zwiſchen Kirkwall und Burgh⸗Weſtra verſchlungen worden, ehe ſie ihr Ohr erreicht! und wollte Gott, daß wir uns nie geſehen haͤtten, da wir einander nun nie wieder ſehen koͤnnen!“

Bei dleſen Worten ſchlug er die Augen auf, und Min⸗