Teil eines Werkes 
114. Band, Der Pirat : 5. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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noch ungemein truͤben Gefuͤhle, ſelbſt auf Brenda's Wan⸗ gen eine fluͤchtige Roͤthe erſcheinen, und ihr Ange feucht werden ließ. Es wurde indeß bals deutlich, daß der Buͤr⸗ germeiſter nicht von Mordaunt, ſondern von ſeinem Vater ſprach, und Magnus Toͤchter, fuͤr welche ſeine genaueren Auseinanderſetzungen wenig Anziehendes hatten, nahmen von dem Buͤrgermeiſter Abſchied, um ſich in ihre eigene Wohnung zu begeben.

Als ſie in dem Hauſe ihrer Verwandten angekommen, war es Minna's erſtes Geſchaͤft, auszukundſchaften— ſo weit ſie dieß durch Nachforſchungen thun konnte, ohne Ver⸗ dacht zu erregen— in welcher Lage ſich der ungluͤckliche Cleveland befaͤnde. Dieſe war, wie ſie bald fand, ſehr mißlich. Der Buͤrgermeiſter hatte ihn allerdings nicht in engen Verwahrſam bringen laſſen, wie Clandius Halcro vermuthet, da er ſich vielleicht der fuͤr ihn ſprechenden Umſtaͤnde erinnerte, unter denen er ſich ergeben, und, wenigſtens bis auf den aͤußerſten Augenblick nicht ganz wortbruͤchig gegen ihn werden wollte. Obgleich er alſo, dem Anſchein nach, ziemlich viel Freibeit hatte; ſo wurde er doch von wohlbewaffneten und ausdruͤcklich dazu ernann⸗ ten Leuten ſcharf bewacht, welche den Befehl hatten, ihn mit Gewalt zuruͤckzuhalten, wenn er die Graͤnzen zu uͤber⸗ ſchreiten wage, welche ihm vorgeſchrieben waren. Man hatte ihm ein feſtes Zimmer in dem ſogenannten koͤnigli⸗ chen Caſtell zur Wohnung angewieſen, und bei Nacht ward die Thuͤr ſeines Gemaches außen verſchloſſen, und eine ſtarke Wache davor geſtellt, ſein Entweichen zu verbindern. Er genoß alſo nur des Grades von Freihelt, den die Katze bei ihrem grauſamen Spiele zuweilen der Maus vergoͤnnt, welche ſie in ihren Klauen hat, und doch war die Furcht