Teil eines Werkes 
114. Band, Der Pirat : 5. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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68 Ihr wollt, Fraͤulein Troil,“ ſagte der wuͤrdige Beamte: „meiner Meinung nach, iſt aber die Art von Mutb, welche allein gegen zwei zu ſtreiten wagt, nicht viel mehr, als eine praktiſche Unverſchaͤmtheit.“

Aber unſer Vater? ſagte Brenda im Tone des ange⸗ legentlichſten Flehens: unſer Vater— der Freund, ja, ich moͤchte ſagen, der Vater des Landes— von dem ſo Viele ein freundliches Wort, ſo manche wirkliche Huͤlfe erwarten, deſſen Verluſt wie das Erloͤſchen einer Bake im Sturme ſeyn wuͤrde— wollt Ihr in der That die Gefahr, in der er ſich befindet, gegen eine ſolche Kleinigkeit aufwiegen, wie die, einen Mann aus dem Gefaͤngniſſe zu entlaſſen, um ſeinem ungluͤcklichen Schickſale anderwaͤrts entgegen⸗ zugehen?

„Fraͤulein Brenda hat Recht,“ ſagte Claudius Halcro: „ich bin, wie die Knaben ſagen, dafuͤr, fanfe gerade ſeyn zu laſſen. Laßt es Euch nicht auf einen Fretlaſſungsbefehl ankommen, Buͤrgermeiſter, ſondern nehmt einmal eines Narren Rath an, und macht, daß der Kerkermeiſter ver⸗ gißt, den Riegel vor die Thuͤr zu ſchieben, ober eine Spalte des Feuſters oder dergleichen offen laͤßt, und wir ſind den Raͤuber los, und haben einen der beſten, ehrlich⸗ ſten Menſchen in Orkney oder Shetland in fuͤnf Stunden auf der Leeſeite einer Punſchbowle bei uns.“

Der Buͤrgermeiſter antwortete beinahe wie vorher, daß er die groͤßte Achtung vor Herrn Magnus Troil von Burgh⸗ Weſtra habe, daß aber ſeine Achtung vor irgend einem, wenn auch noch ſo achtbaren, einzelnen Manne, ihn nicht an der Erfüllung der Pflichten ſeines Amtes hindern duͤrfe.

Minna wandte ſich hierauf, mit dem Tone des kalten und ſpoͤttiſchen Mißfallens, an ihre Schweſter.—„du

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