3 67 Claudius Halcro vorausgeſagt hatte, daß es eine Patrouille war, die man ausgeſchickt, die Bewegungen der Piraten zu beobachten, und ſie am Landen zu verhindern.
Die Leute wuͤnſchten Claudius Halcro, der mehr als Einem von ihnen wohl bekaunt war, herzlich Gluͤck zu ſei⸗ ner Befreiung aus der Gefangenſchaft. Der Befehlshaber des Tru ps konnte, waͤhrend er den Damen allen mög⸗ lichen Beiſtand anbot, nicht umhin, ihnen ſein Beileid uͤber die Lage, in welcher ſich ihr Vater befaͤnde, zu bezeigen, wobei er, wiewohl auf eine ſehr zarte und verſteckte Art, auf die Schwierigkeiten anſpielte, welche ſeiner Befreiung ſich in den Weg ſtellen duͤrften.
Als ſie in Kirkwall angekommen waren, und bei dem
BAuͤrgermeſſter und einem oder zwei von den obrigkeitlichen Perſonen Gehoͤr gefunden hatten, war von dieſen Schwie⸗ rigkeiten deutlicher die Rede.„Die Fregatte Halcyon iſt
nahe an der Kuͤſte,“ ſagte der Buͤrgermeiſter:„man hat
ſie ſchon auf der Hoͤhe von Duncansbey⸗Head geſehen, und
obgleich ich die groͤßte Achtung vor Herrn Magnus Troil von Burgh⸗Weſtra habe, ſo wuͤrde ich doch mich verant⸗ wortlich machen, wenn ich, der Sicherheit eines Einzelnen wegen, der ungluͤcklicherweiſe durch ſeine Gefangenhaltung in Gefahr ſchwebt, der Capitaͤn dieſes verdaͤchtigen Schiffes aus dem Gefaͤngniß entließe. Es iſt jetzt bekannt, daß die⸗
ſer Mann das Herz und die Seele dieſer Buccaniers iſt, und ſoll ich ihn wieder an Bord ſchicken, damit er das Land pluͤndere oder vielleicht das koͤnigliche Schiff angreife?—
Er hatte Unverſchaͤmtheit genug, Alles zu thun.“
„Muth genug, Alles zu thun, wollt Ihr ſagen, Herr Buͤrgermeiſter,“ ſagte Minna, die ihr Mißvergnuͤgen nicht länger verbergen konnte.„Nun Ihr moͤgt e 44 nennen, wie


