faͤhrten hat,“ ſagte Brenda:„allein es liegt mir in Ver⸗ gleich mit meinem Vater, wenig an ihm.“
„Spare dein Mitleid fuͤr die, welche deſſen beduͤrfen,“ ſagte Minna:„und fuͤrchte nichts fuͤr unſern Vater.— Gott weiß, daß jedes Silberhaar auf ſeinem Haupte mir ſo viel werth iſt, als der Schatz einer unentdeckten Gold⸗ grube, aber ich weiß, daß er ſicher iſt, ſo lange er ſich in jenem Fahrzeune befindet, und daß er bald ſicher am Ufer ſeyn wird.“
„Ich wollte, ich ſaͤhe das erſt,“ ſagte Claudlus Halcro: „denn ich fuͤrchte die Kirkwaller, welche Cleveland fuͤr das
halten, was ich beſorge, werden ihn nicht gegen den Udaller
auswechſeln wollen. Die Schotten haben ſehr ſtrenge Ge⸗ ſetze gegen den Diebſtahls⸗Vergleich, wie ſie es nennen.“
„Aber wer ſind die Leute, die dort auf dem Wege vor uns ſind?“ ſagte Brenda:„und warum bleiben ſie dort ſo vorſichtig ſtehen?“
„Es iſt eine Patrouille der Militz,“ antwortete Halcro: „der herrliche John hat dieſe etwas ſcharf mitgenommen — aber John war auch ein Jacobit—
Viel Münder, keine Hand, bezahlt mit Gelde ſchwer,
Im Frieden eine Laſt, im Kriege ſchwache Wehr,
Marſchiren monarlich mit großem Lärm ſie aus,
Und ſind dann jederzeit, nur nicht, wenn's gilt— zu Haus. Ich glaube, ſie blieben ſo eben ſtehen, da ſie uns, als ſie uns auf dem Abhange des Huͤgels ſahen, fuͤr einen Theil der Bemannung der Schaluppe hielten, und nun, da ſie ſehen, daß Ihr Weiberroͤcke traͤgt, gehen ſie naͤher auf uns zu.“
In der That kamen ſie, und es fand ſich wirklich, wie


