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ren Strebepfeilern dadurch beinahe ganz verdeckt wurde), die Graͤber derjenigen, welche ihren langen Schlaf auf der ſuͤdoͤſtlichen Seite ſchliefen, gaͤnzlich entbloͤßen zu wollen ſchienen; denn nach einem ungewoͤhnlich heftigen Wehen dieſer Winde geſchah es wohl, daß die Saͤrge, ja zuweilen ſelbſt die Gerippe derjenigen, welche ohne die gewoͤhnlichen
Umhuͤllungen beerdigt worden waren, auf eine graͤßliche Weiſe den Augen der Lebenden blosgeſtellt blieben.
Zu dieſem einſamen Verehrungsorte begab ſich nun der aͤltere Mertoun, obgleich ohne irgend eine der religioͤſen oder aberglaͤubiſchen Abſichten, mit der man ſich gewoͤhn⸗ lich St. Ringan's Kirche naͤherte. Er theilte keine von
den aberglaͤubiſchen Beſorgniſſen des Landes, ja, man glaub⸗ te ſogar allgemein— nach der abgeſchiedenen und finſtern Lebensweiſe, die er fuͤhrte, und da er ſich der menſchli⸗ chen Geſellſchaft ſogar dann entzog, wenn ſie zur Vereh⸗ rung des hoͤchſten Weſens verſammelt war— daß er ſich mehr zu der entgegengeſetzten Seite hinneige, und eher zu wenig, als zu viel von dem glaube, was die Kirche annimmt. Als er in die kleine Bucht kam, an deren Ufer, ja an deren Rande die Truͤmmer liegen, konnte er nicht umhin, einen Augenblick ſtehen zu bleiben. Es konnte ihm nicht entgehen, daß die Gegend, des groͤßeren Eindrucks auf die Gefuͤhle der Menſchen wegen, mit vieler Ueberlegung zur Erbauung einer Staͤtte fuͤr die Gottesverehrung gewaͤhlt worden war. Vor ihm war das Meer, in welches zwei
Vorgebirge, welche die aͤußerſten Punkte der Bucht bilde⸗
ten, ihre rieſenhaften Zungen von dunkeln, ſchwaͤrzlichen
Felſen hineinſtreckten, auf deren Rande die Mewen und andere Seevoͤgel wie Schneeflocken erſchienen, waͤhrend auf


