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nicht weit davon eine gewiſſe waͤre, die, wenn uns je⸗ mand eine Frage an ſie richten, und ſie ſie boantworten wolle, beſſere Auskunft uͤber Junker Mordaunt zu geben im Stande ſeyn wuͤrde, als irgend jemand. Ihr werdet wohl wiſſen, wen ich meine, Swertha? die, die heute Morgen unten am Hafen war.“— So ſchloß er ſeine Rede, indem er ſich mit einem geheimnißvollen Blick an die Haushaͤlterin wandte, welchen dieſe durch einen Wink beantwortere.
„Was meint Ihr damit?“ ſagte Mertoun,„ſprecht es aus, kurz und ſrei— von wem redet Ihr?“
„Der Ranzelmann,“ ſagte Swertha,„denkt an Norna von Fitful⸗Head, denn ſie iſt heute Morgen in ihren Geſchaͤften nach Sankt Ringans⸗Kirche hinaufgegan⸗ gen.“
„Und was kann dieſe Perſon von meinem Sohne wiſſen?“ ſagte Mertoun,„ich denke, ſie iſt eine ver⸗ ruͤckte Herumtreiberin oder Betruͤgerin.“ 3
„Wenn ſie umberwandert,“ ſagte Swertha,„ſo ge⸗ ſchieht das nicht deswegen, weil ſie keine Mittel hat, ſich zu Hauſe zu ernaͤhren, das weiß man wohl;— ſie hat, bei ſich, Ueberfluß an Allem, auch wuͤrde der Vogt ſie wohl an nichts Mangel leiden laſſen.“
„Aber wie reimt ſich das alles mit meinem Sohn zu⸗ ſammen?“ ſagte Mertoun ungeduldig.
„Das weiß ich nicht— aber ſie fand, ſeit dem er⸗ ſten Male, wo ſie den Junker Mordaunt ſah, immer ganz beſonders Gefallen an ihm, gab ihm von Zeit zu


