133
Die Kriegsliſt glückte, denn Mertoun hatte kaum als er aus ſeinem Studierzimmer trat, den Tiſch ſo gedeckt ge⸗ ſehen, als er Swertha, die— wie ein Fiſcher, der auf ſei⸗ nen Grundkoͤder Acht giebt— im Zimmer auf und nieder trippelte, um die Wirkung ihrer Kriegsliſt zu beobachten, fragte:„ob Mordaunt von Burgh⸗Weſtra noch nicht zurück ſey?“
Dieſe Frage war das Stichwort fuͤr Swertha, die, mit einem halb wahren, halb angenommenen TDone kummervol⸗ ler Beſorgniß, antwortete:„Nein, nein! der Ziegel ſey noch nicht an die Thür gekommen. Es mwaͤre gewiß eine frohe Nachricht, wenn man hoͤrte, daß Junker Mordaunt, der arme liebe Junge, wieder glücklich nach Hauſe gekommen wäre.“
„Und wenn er noch nicht gekommen iſt, warum legſt Du denn ein Gedeck fuͤr ihn hin, thörichte Träumerin?“ erwiederte Mertoun, in einem Tone, der nicht dazu gemacht war, die alte Frau zur Verfolgung ihres Planes aufzumun⸗ tern. Allein ſie erwiederte ganz dreiſt,„daß doch irgend jemand an Junker Mertoun denken müßte, und daß alles, was ſie thun könne, das ſey, Platz und Teller für ihn be⸗ reit zu halten, wenn er kaͤme. Sie meyne aber, der liebe Junge ſey ſchon über die Maßen lange weg, und wenn ſie es frei herausſagen dürfte, ſo habe ſie ihre ganz eigenen Beſorgniſſe, wann und ob er je wieder nach Hauſe kommen moͤchte.“
„Deine Beſorgniſſe!“ ſagte Mertoun, und ſeine Augen blitzten, wie dieß gewöhnlich der Fall war, wenn die Stunde ſeiner unbezähmbaren Heftigkeit herannahte:„wie kannſt


