Teil eines Werkes 
112. Band, Der Pirat : 3. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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46 thanen Beleidigungen vergeben wollte. Ach, ich war ſeiner Liebe nicht laͤnger wuͤrdig— mein einziger Wunſch war, mich aus meines Vaters Hauſe zu entfernen, um meine

Schande in mein es Geliebten Armen zu verbergen. Ich darf nicht unger echt gegen ihn ſeyn— er war treu— nur zu, zu treu— ſeine Untreue wuͤrde mich meiner Sinne beraubt haben— allein die traurigen Folgen ſeiner Treue haben mir zehnfaches Leid zugefugt.“

Sie hielt inne und fuhr dann mit dem wilden Tone der Geiſtesverwirrung fort:„Sie hat mich zur maͤchtigen ſund unglücklichen Beherrſcherin der Seen und Winde ge⸗

macht!“

Sie hlielt zum zweltenmale nach dieſem wilden Ausruf inne, und fing dann ihre Erzaͤhlung in einem ruhigeren Tone wieder an:„Mein Gellebter kam heimlich nach Hoy, um mit mir Maßregeln zu meiner Flucht zu verabreden. Ich verſvrach, mit ihm zuſammenzukommen, damit wir die Zeit beſtimmten, wo ſein Schiff in den Sund einlaufen knnte. Ich verlteß das Haus um Mitternacht.“

Hier ſchien ſte nur mit Muhe zu athmen, und ſetzte ihre Erzaͤylung nur in abgebrochenen einzelnen Saͤtzen fort: „Ich verließ das Haus um Mitternacht— ich mußte bei meines Vaters Thuͤr voruͤbergehen, ich ſah ſie offen ſtehen — ich glaubte, er könne uns belauſchen, und damit der Schall meiner Tritte ſeinen Schlummer nicht unterbrechen moͤchte, ſchloß ich die ungluͤckliche Thür— dieß Zuſchlleten, an ſich eine gewoͤhnliche unbedeutende Handlung— aber,

Gott im Himmel! was waren die Folgen derſelben!— Am

Morgen war das Zimmer voil erſtickender Duͤuſte— mein

Vater war todt— ich war die Urſache ſetnes Todes gewe⸗

ſen— mein Ungehorſam— meine Schande hatten ihn ge⸗