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welchem, waͤhrend des Sommers, eine wohlgeputzte eiſerne Lampe ſtand, und im Winter ein Holz⸗ oder Torffeuer brannte.
Sie war in ihr langes und weites Gewand von Wad⸗ maal gehuͤllt, und beußte ſich lanaſam hin und her uͤber die bleiche Flamme der Lampe, waͤhrend ſie in langſamem, traurigem und beinahe uͤberirolſchem Tone, Folgendes ſang:
Mich führt mein Weg wohl meilenlang Durch Golf und Strom und Waſſergrab, V Die Welle kennt den Runenſang Und glättet ſich zum Spiegel ab.
Die Welle kennt den Runenſang, Der Gorf wird glatt, der Strom iſt ſtill; Doch Menſchenherz, im wilden Drang, 4 Ss weiß nicht, was es ſelber will.
Nur e ine Stund' iſt mir vergönnt, In Jahresfriſt, zum Klag ton. Sie ſchlägt, wenn dieſe Lampe brennt— Ihe Schein erliſcht— ſie iſt entflohn.
Heil, Magnus Töchter, fort und fort! Die Lampe brennt in tiefer Ruh; Euch gönn' ich dieſer Stunde Wort— Erwacht, erhebt Euch, hört mir zu!
Norna war den Töͤchtern Troil's wohlkekannt, allein ſie konnten ſie nicht ohne Bewegung(wiewohl dieſe nach ihrer beſondern Gemuͤthsſtimmung verſchleden war) ſo un⸗ erwartet und zu einer ſolchen Stunde ſehen. Ihre An⸗ ſich en, in Betreff der übernatärlichen Gaben, auf welae „ ſte Asſoruch machte, wichen ſehr von einander ab.


