Teil eines Werkes 
112. Band, Der Pirat : 3. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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trauen, wo keine Schweſter ein Geheimniß hatte, und wo jeder Gedanke, der in der Bruſt der Einen audimmerte ohne Zoͤgerung und Mißtrauen der Andern ſo unwil leurlich mitgetheilt wurde, als er emporgeſtiegen war. Seirdem indeß Cleveland in Burgh⸗Weſtra wohnte, hatte jede der lieblichen Schweſtern Gedanken fuͤr ſich gehegt, die man nicht ſo leicht anvertraut, wenn nicht die, welche ihnen Ge⸗ hoͤr gegeben, ſich vorher uͤberzeugt hat, daß ihre Eroͤffnung eine freundliche Aufnahme finden werde. Minna hatte be⸗ merkt, was andern, weniger Antheil nehmenden Beobach⸗ tern entgangen war, daß Cleveland namentlich in Breud. s Augen weit weniger gelte, als in den ihrigen, und Brenda ihrerſeits alaubte wiederum, daß Minna ſehr voreilig und ungerechterweiſe ſich den Vorurtheilen hingegeben, welche bei ihrem Vater gegen Mordaunt Mertoun entſtanden wa⸗ ren. Jede von ihnen fuͤhlte ſehr wohl, daß ſie in den Au⸗ gen uer Schweſter nicht mehr das ſey, was ſie ſonſt ge⸗ weſen, und dieſe Ueberzeugung vermehrte, ſehr unangenehm, das Peinliche der uͤbrigen Vorſtellungen, mit denen ſie, wie ſie glaubten, zu kaͤmpfen hatten. Ihr Betragen gegen ein⸗ ander war, dem Scheine nach, und nach all den kleinen Aufmerkſamkeiten, worin ſich die Liebe ausſpricht, ſelbſt weit unermuͤdet liebevoller, als vorher. Beide uberzeuzt, daß ihre innerliche Zuruͤckhaltung ein Bruch der ſchweſter⸗ lichen Einigkeit ſey, ſchienen dieß durch verdoppelte Auf⸗ merkſamkeit in Beweiſen aͤußerlicher Zuneigung wieder gut machen zu wollen, melche in fruͤherer Zeit, wo ſie nichts zu verbergen hatten, eher haͤtten unterbleiben koͤnnen, ohne daß irgend eine Folgerung daraus zu ziehen geweſen waͤre. Ganz vorzuͤglich fuhlbar wurde den Schweſtern die Ab⸗ nahme ihres gegenſeitigen Vertrauens, an dem Abend, von

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