Geduld und Gefaͤlligkeit die enthuſtaſtiſche Lobrede auf das Mondlicht an, welche Claudius Halcro hielt, deſſen Em⸗ pfaͤnglichkeit durch einen kurzen Spaziergang in freier Luft geſteigert worden war, den er gemacht hatte, um die Duͤnſte des kraͤftigen Getraͤnkes ſich zerſtreuen zu laſſen, das er waͤhrend des Feſtes reichlich zu ſich genvmmen hatte.
„Die Sonne, lieber Junge,“ ſagte er: iſt jedes elen⸗ den Arbeiters Tagslaterne: dort ſteigt ſie hell aus dem Oſten auf, eine ganze Welt zur Arbeit und zur Plage auf⸗ zuwecken, waͤhrend der ſanfte Mond uns Alle zur Froͤhlich⸗ keit und zur Liebe hinleuchter.“
„Und zu Thorheiten, wenn man ihm anders nicht zu viel Boͤſes nachſpricht,“— ſagte Mordaunt, um doch etwas zu ſagen.
„Nun meinetwegen,“ erwiederte Halctko:„wenn er uns nur nicht zu traucigen Thoren macht. Meia theu⸗ rer, junger Freund, die Leute in dieſer muͤhſeligen Welt geben ſich alle zu viel Muͤhe, ihren ganzen Verſtand zu Gebote, oder, wle ſie ſagen, beiſammen zu haben, wenig⸗ ſtens weiß ich, daß ſie mich oft nicht halb klug genannt haben, und doch bin ich eben ſo gut durch die Welt ge⸗ kommen, als wenn ich das Uebrige an Verſtand noch dazu gehabt haͤtte. Aber halt, wobet war ich denn? Ach ja, bei dem Kapitel vom Monde,— nun hoͤr mal, das iſt die wahre Seele der Liebe und Dichtkunſt. Ich glaube, daß es nicht Einen wahren Liebhaber gegeben hat, der nicht, in einem Sonner zu ſeinem Lobe, wenigſtens bis: o Du! gekommen waͤre.“
„Der Mond,“ ſagte der Verwalter, deſſen Zunge ſchon


