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den, den ſie ſelbſt einzuſchlagen im Begriff war, eilte nach dem Hauſe zu, und war bald hinter der Anhoͤhe ver⸗ ſchwunden.
Mordaunt blickte ihr in einem Zuſtande des Gemuͤths nach, der ihm bis jetzt ganz fremd geweſen war. Es kann Jemand auf dem zweifelhaften neutralen Grunde und Bo⸗ dem zwiſchen Freundſchaft und Liebe lange und ſicher en⸗ hergehen, ſieht ſich aber endlich doch ploͤtzlich aufgefordert, ble Oberherrſchaft der einen oder der andern Macht anzu⸗ erkennen, und dann geſchieht es gewöhullch, daß derjenige, welcher ſich Jahre lang nur far einen Freund gehalten hat, ſich auf elumsl in einen Liebhaber umgewandelt fin⸗ det. Daß eine ſolche Veraͤnderung in Mordaunt's Gefuͤh⸗ len von dieſem Augenblicke an vorgehen wuͤrde, obgleich er nicht im Stande war, deren eigentliche Beſchaffenheit zu beſtimmen, war vorauszuſehen. Er fand ſich auf einmal⸗ mit der unbefangenſten Offenheſt, zum Vertrauten eines
jungen und anziehenden Frauenzimmers erhoben, ven der
er ſich, noch vor ganz kurzer Zeit, verachtet und zuruckge⸗ ſetzt glaubte, und wenn je etwas eine, in ſich ſelbſt ſo überraſchende und angenehme, ja berauſchende Umwandlung hervorbringen konnte, ſo war es die ſchuldloſe und offen⸗ herzige Einfalt Brenda's, welche einen Zauber üͤber alles verbreitete, was ſie ſagte oder that. Auch die Umgebung konnte wohl zu der Veraͤnderung in Mordaunt's Gefuͤhlen mitgewirkt haben, obgleich deren Huͤlfe nicht einmal noͤthig
war. Ein ſchoͤnes Geſicht ſieht indeß beim Schimmer des
Mondes immer noch ſchoͤner aus, und eine angenehme Stimme toͤnt immer noch fuͤßer bei dem leiſen Gefluͤſter einer Sommernacht. Mordaunt, der mittlerweile nach dem Hauſe zuruͤckgekehrt war, hoͤrte daher mit ungemwoͤhnlicher


