Teil eines Werkes 
111. Band, Der Pirat : 2. Theil (1828) The pirate
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

den koͤnnen, waͤhrend auf der andern Seite das Geruͤcht nur davon ſorach, wie ſehr Capitaͤn Cleveland bei der Fa⸗ milie von Burgh⸗Weſtra in Gunſt ſtehe. Swertha und der alte Ranzelmann ſchuͤttelten die Koͤpfe zu dieſer Ver⸗ aͤnderung, und gaben Mordaunt durch manchen hingewor⸗ feuen Wink und Fingerzeig zu verſtehen, daß er ſich dieſe Verdunkelung ſelbſt dadurch zugezogen, daß er ſo thoͤriger Weiſe geſchaͤftig geweſen ſey, den Fremden in Sicherheit zu bringen, als ſein Leben von der naͤchſten Welle am Fuße der Klippen von Sumburgh abgehangen habe.„Man

muß dem Meere ſeinen Willen laſſen,“ ſagte Swertha;

„es hat noch niemand Gluͤck gebracht, ſich ihm zu wider⸗ ſetzen.“³

Wahrhaftig, ſagte der Ranzelar: es ſind kluge Leute,

die der Welle und der Windeswuth ihren Gang laſſen.

Ein Halbertrunkener und ein Halberhangener haben noch nie Jemanden Gluͤck gebracht.— Wer erſchoß Will: Pa⸗ terfon auf der Hoͤhe von Noß? der Hollaͤnder, den er vom Ertrinken rettete. Einem Ertrinkenden ein Bret oder ein Tau hinzuwerfen, mag Ehriſtenpflicht ſeyn, aber ich ſage, Haͤnde vom Leibe, wenn ihr vor ihm ſicher ſeyn und leben wollt.

„Ihr ſeyd ein kluger Mann, Ranzelar, und ein wuͤr⸗

diger,“ wiederholte Swertha, mit einem Seufzer:„und wißt, wann und wo Ihr Euerm Naͤchſten helfen ſollt, beſ⸗ ßer wie irgend einer, der je ein Netz ausgeworfen hat.“ Nun ja, ich habe manches Jahr erlebt, antwortete der Ranzelmann: und habe mit angehoͤrt, was alte Leute mit⸗ einander uͤber dergleichen geſprochen haben, und Niemand auf Sherland ſoll ſagen koͤnnen, daß er auf feſtem Grund und Boden far einen Menſchen aus chriſtlicher Liebe mehr