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„Das war ein guter und vernuͤnftiger Einfall,“ er⸗ wiederte Norna;„wir beſuchen unſere Freunde, wenn ſie krank am Koͤrper ſind, warum ſollten wir es nicht thun, wenn ſie am Geiſte leiden und uͤberſaͤttigt von Wohlerge⸗ hen ſind? Geh, geh hin— vielleicht treffen wir uns dort. Jetzt aber haben wir verſchiedene Wege. Lebe wohl, und ſage niemanden, daß wir uns geſehen.“
Sie trennten ſich, Mordaunt blieb am See ſtehen, die Augen auf Norna geheftet, bis ihre hohe, dunkle Geſtalt ſich in den Kruͤmmungen des Thales verlor, welcher ſie hinabwanderte, und kehrte dann zu ſeines Vaters Woh⸗ nung zuruͤck, entſchloſſen, einen Rath zu befolgen, der ſo ſehr mit ſeinen eigenen Waͤnſchen uͤbereinſtimmte.
Drittes Kapitel.
— all Eure alten Sitten, Die lang verjährten Bräuche will ich ändern. Iyr ſollt nicht eſſen, trinken, ſprechen, nicht Euch vegen, Nicht denken, biicken, gehn, wie Ihr gewohnt zu thun: Selbſt Euer Eh'beit ſoll Veränd'rung leiden, Die Braut ſoll vorn, der Bräut'gam hinten liegen; Denn alles Alte will ich dreh'n und wenden, Und will es Neu'rung nennen— ja, das wilt ich!
Die verkehrte Welt.
Der feſtliche Tag ruͤckte heran, und noch war keine Einladung fuͤr den Gaſt gekommen, ohne den, noch vor
kurzer Zeit, kein Feſt auf der Inſel haͤtte begangen wer⸗ W. Scott's Werke CXI. 3
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