Teil eines Werkes 
111. Band, Der Pirat : 2. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Ich werde lernen, eben ſo wenig auf Andere zu halten, als ſie auf mich. Mein Vater ſagt, daß ich bald dieſe Inſeln verlaſſen ſoll, und deswegen will ich Euch, Mutter Norna, Euere Feengabe zuruͤckgeben, damit ſie einem An⸗ dern dauernderes Gluͤck bringe, als ſie mir gebracht hat. Verachte nicht die Gabe des namenloſen Geſchlechts, fagte Norna zuͤrnend, fuͤgte aber ſogleich, von dem Tone des Mißverguuͤgens zu dem einer wehmuͤthigen Feierlich⸗ keit uͤbergehend, hinzu:verachte es nicht, aber, Mor⸗ daunt, huldige ihm auch nicht! Setze Dich auf jenen grauen Stein: Du biſt der Sohn meiner Wahl, und ich will, ſo vlel ich kann, alles das ablegen, was mich von der großen Menge unterſcheidet, und zu Dir wie eine Mutter zu ihrem Kinde reden. 3 Es war der bebende Ton des Kummers, welcher ſich

mit der Erhabenheit ihrer Sprache und ihrer Haltung miſchte und dazu gemacht war, Antheil und Aufmerkſamkeit zu erregen. Mordaunt ſetzte ſich auf den Stein nieder, auf den ſie gedeutet hatte, ein Felsſtuͤck, welches mit man⸗ chen andern umherliegenden, durch einen Winterſturm von dem Felsabhange, an deſſen Fuß es gelegen hatte, bis an den Rand des Waſſers hingeſchleudert worden war. Norna, nahm auf einem Steine, ungefaͤhr drey Fuß von ihm, Platz, legte ihren Mantel ſo zuſammen, daß unter dem Schatten deſſelben wenig mehr, als ihre Stirn, ihre Au⸗ gen und eine einzelne Locke ihres grauen Haares zu ſehen war, und fuhr dann in einem Tone fort, in welchem die eingebildete Wichtigkeit und Bedeutſamkeit, worin die Gei⸗ ſtesverirrung ſo oft ſich gefaͤllt, mit dem tiefen Gefuͤhl ei⸗ nes ungewoͤhnlichen und tief eingewurzelten geiſtigen Kum⸗ mers zu kaͤmpfen ſchien. 3 1