g————
. 119
„Der Gedanke macht ihm Ehre,“ fagte der Capitaͤn: „und ich werde ihn beſuchen ehe ich die Anker lichte. Ich habe auf der Hoͤhe dieſer Inſeln noch ein verwuͤnſchtes Schiff, das, wie ich hoffe, mich irgendwo aufſuchen wird, obgleich es bei dem Windſtoße von mir abkam, wenn es nicht auch zum Teufel gegangen iſt! Nun, es war in beſ⸗ ſerem Stande, als wir, und nicht ſo tief geladen— es muß den Sturm uͤberſtanden haben. Wir wollen Euch eine Hangematte an Bord geben und auf einer Fahrt einen Mann und einen Seefahrer aus Euch machen.“
„Ich haͤtte nichts dawider“— ſagte Mordaunt, der gern mehr von der Welt geſehen haͤtte, als die Einſamkeit, worin er lebte, ihn bisher kennen zu lernen verſtattet hatte—„aber mein Vater muß daruͤber entſcheiden.“
„Euer Vater! Bah!“ ſagte Capitaͤn Cleveland:„doch Ihr habt Recht, fuͤgte er hinzu, ſchnell ſich zuſammen⸗ nehmend.„Wahrhaftig, ich bin ſo lange zur See gewe⸗ ſen, daß ich mir kaum denken kann, daß jemand, auſſer dem Capitaͤn und dem Schiffer, ein Recht zu denken habe. Aber Ihr habt ganz Recht. Ich will ſogleich zu dem alten Herrn hingehen und mit ihm reden. Er wohnt in dem ſchoͤnen, neumodiſch ausſehenden Hauſe, das ungefaͤhr eine Viertelmeile von hier liegt, nicht wahr?“
„In dem alten, halbzertruͤmmerten Hauſe wohnt er al⸗ lerdings,“ ſagte Mordaunt:„allein er nimmt keine Be⸗ ſuche an.“
„Dann muͤßt Ihr ſelbſt die Sache ausmachen, denn ich kann nicht lange unter dieſer Breite bleiben. Da Euer Vater keine obrigkeitliche Perſon iſt, ſo muß ich wohl zu dem Magnus— wie heißt er?— gehen, der nicht Frie⸗ densrichter iſt, gber etwas Anderes, das am Ende eben


