Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
Einzelbild herunterladen

148

Laͤnge, von der Art, wie man ſie gewoͤhnlich braucht, um

Seevoͤgel und nach der Scheibe damit zu ſchießen. Schroot, ſagte der Geber,haͤlt keine Flinte beſ⸗ ſer zuſammen, und mit der Kugel koͤnnt Ihr einen See⸗

hund auf zweihundert Yards in der See, von der hoͤchſten

Gpihe dieſer Eurer ſtahlumpanzerten Kuͤſte ſchießen. Aber, ich wiederhole es, die alte Donnerbuͤchſe wird Euch nie die Dienſte leiſten, die ſie mir geleiſtet hat.

Ich werde ſie vielleicht nicht ſo geſchickt brauchen koͤn⸗ nen, ſagte Mordaunt.

Hm! vielleicht nicht, antwortete Cleveland:jedoch davon iſt nicht die Rede. Was ſagt Ihr aber dazu, den Mann vom Steuerrade wegzuſchießen, verade⸗ als wir einen Spanier enterten? So faßten wir den Don von hin⸗ ten, legten ihn quer vor die Kluͤſen und nahmen ihn mit dem Saͤbel in der Hand. Und wohl war es der Muͤhe

werth; es war eine ſtarke Brigantine, el San Francisco

nach Portobello beſtimmt und mit Gold und Negern beladen. Das kleine Stuͤckchen Blei war zwanzigtauſend Piſtolen werth.

Ich habe bis jetzt noch kein ſolches Wildpret erlegt, ſagte Mordaunt.

Nun, Alles zu ſeiner Zeit, man kann nicht die Anker lichten, ſo lange Ebbe iſt. Aber Ihr ſeyd ein ruͤſtiger, huͤb⸗ ſcher, thaͤtiger junger Mann. Was wuͤrde es Euch ſchaden, wenn Ihr'mal eine Fahrt nach ſolchem Zeuge mach tet? Mit dieſen Worten legte er die Hand auf den Geldſack.

Mein Vater ſpricht davon, daß ich bald reiſen ſoll,

erwiederte Mordaunt, der, gewohnt vor Seeoffizieren große Ehrfurcht zu haben, ſich durch dieſe Einladung eines ächten Seemanns ſehr geſchmeichelt fuͤhlte,