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„Bewahre,“ ſagte Cleveland, indem er einen Kaſten oͤffnete, in welchem mehrere Flinten und Piſtolen lagen: „Ihr ſeht, ich habe meine Privat⸗Gewehrkiſte gerettet, ſo gut wie meine Kleider; das habe ich der großen alten Frau in der dunkeln Tagelage zu danken. Und, unter uns, dieß wiegt alles auf, was ich verloren habe; denn,“ fuͤgte er mit gedaͤmpſter Stimme, und nachdem er ſich vorſichtig umgeſehen, hinzu:„wenn ich in Gegenwart dieſer Land⸗ Raubfiſche von zu Grunde gerichtet ſeyn ſpreche, ſo meine ich doch nicht ganz und gar. Nein, hier iſt noch etwas, womit man mehr thun kann, als bloße Seevoͤgel ſchießen.“ Bei dieſen Worten zog er einen großen Schrootbeutel her⸗ vor, auf welchem grobes Schroot geſchrieben ſtand, und zeigte Mordaunt fluͤchtig, daß er mit ſpaniſchen Piſto⸗ len und Portugieſern angefuͤllt ſey.—„Nein, nein,“ fuͤgte er mit einem ſchlauen Laͤcheln hinzu:„ich habe noch Bal⸗ laſt genug, mein Schiff wieder in See zu bringen, und nun, wollt Ihr die Flinte nehmen?“
„Da Ihr ſie mir einmal geben wollt,“ ſagte Mordaunt lachend:„von Herzen gern. Ich wollte Euch ſo eben in meines Vaters Namen fragen— fuͤgte er hinzu, indem er die Boͤrſe vorwies— ob Ihr etwa von dem Ballaſt etwas brauchen koͤnntet.“
„Ich danke Euch; aber ihr ſeht, ich bin verſehen. Nehmt meine alte Geſaͤhrtin hin, und moͤge ſie Euch ſo gut dienen, als ſie mir gedient hat, aber Ihr werdet nie eine ſo gute Reiſe mit ihr machen, als ich. Ihr koͤnnt doch ſchießen, nicht wahr?“ 3
„So ziemlich,“ antwortete Mordaunt, der die Flinte bewunderte. Es war ein ſchoͤnes ſpaniſches Rohr, mit Gold ausgelegt, von kleinem Kaliber und ungewoͤhnlicher
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