Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Bater war auf dem Zollhauſe wohl bekannt der alte Clem Cleveland vom College⸗green.

Mordaunt hatte kein Recht, ſich genauer zu erkundigen, ob er gleich wohl fuͤhlte, daß er nur halb befriedigt ſey. Es lag eine gewiße Rauhheit, eine Art von Trotz in dem

Benehmen des Fremden, zu welchen die Umſtaͤnde nicht

berechtigten, Capitaͤn Cleveland war von den Inſelbewoh⸗ nern beeintraͤchtigt worden, Mordaunt hatte ihm aber nur Wohlwollen erwieſen und Schuß gewaͤhrt, und doch ſchien es, als ob er Alles, ohne Ausnahme, der Ungerechtigkeit

anklage, deren man ſich gegen ihn ſchuldig gemacht. Mor⸗

daunt ſah vor ſich hin und ſchwieg, ungewiß, ob er beſſer daran thaͤte, ſich zu entfernen, oder die Verſicherungen ſeines Beiſtandes zu wiederholen. Cleveland ſchien ſeine Gedanken zu errathen, denn er fuͤgte augenblicklich in ei⸗ nem entſchuldigenden Tone hinzu:Ich bin ein ſchlichter Mann, Junker Mertoun, denn das iſt, wie ich hoͤre, Euer Name, und zu Grunde gerichtet obendrein, und ſo etwas traͤgt eben nicht dazu bei, feineren Ton zu geben. Aber Ihr habt wohlwollend und freundlich gegen mich gehandelt, und ich fuͤhle dieß eben ſo gut, als ob ich Euch mit meh⸗ reren Worten dankte. Und ſo will ich Euch, ehe ich von hier weggehe, meine Vogelflinte ſcheuken: ſie ſchießt Euch hundert Schrotkoͤrner durch eine Hollaͤndermuͤtze auf achtzig Schritt; Ihr koͤnnt auch Kugeln damit ſchießen, ich ſelbſt

habe einen Stier auf hundert und fuͤnfzig Nards damit er⸗

legt; aber ich habe noch zwei eben ſo gute oder beſſere, und ſo möͤgt Ihr dieſe, als ein Andenken von mir, behalten.

Das hieße ja einen Antheil vom Geſtrandeten nehmen, antwortete Mordaunt lachend.

wie ich vorher geſagt habe. Ich bin von Briſtol; mein

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