Teil eines Werkes 
110. Band, Der Pirat : 1. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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bedauerte, daß ſeine eigene Jugend und die Lage ſeines Vaters, als eines in Zuruͤckgezogenheit lebenden Frem⸗ den, es nicht geſtatteten, ihm den gewuͤnſchten Schuß an⸗ gedeihen zu laſſen.

Ihr habt, fuͤr Euer Theil, genug gethan, ſagte der Seemann:haͤtte ich aber nur noch fuͤnf von den vierzig handfeſten Kerlen, die jetzt den Fiſchen zur Speiſe gewor⸗ den ſind, ſo ſollte mich der Teufel nicht dazu bringen, da um Gerechtigkeit zu bitten, wo ich ſie mir ſelbſt verſchaf⸗ fen koͤnnte.

Vierzig Leute! ſagte Mordaunt:eine ſtarke Be⸗ mannung für die Groͤße des Schiffs.

Und doch nicht ſo ſtark, als ſie haͤtte ſeyn ſollen. Wir fuͤhrten zehn Kanonen, die Jagdſtuͤcke ungerechnet; aber unſer Kreuzzug auf dem großen Ocean hatte unſere Mann⸗ ſchaft geſchwaͤcht und uns mit Guͤtern uͤberladen. Sechs von unſern Kanonen waren als Ballaſt am Bord. Leute! Haͤtte ich nur Leute genug gehabt, ſo wuͤrden wir nie in dieß verwuͤnſchte Ungluͤck gerathen ſeyn. Die Leute waren erſchoͤpft durch das Arbeiten an den Pumpen, und ſo war⸗ fen ſie ſich in die Boote und ließen mich auf dem Schiffe zuruͤck, mit ihm zu ſinken oder uͤber dem Waſſer zu blei⸗ ben. Aber die Hunde wurden dafuͤr bezahlt, und ich kann es ihnen jezt immer vergeben. Die Boote ſchlugen um in der Stroͤmung alle ertranken und hier bin ich.

Ihr kommt von Norden her, von Weſtindien?

Ja wohl; das Schiff war die gute Hoffnung, von Briſtol, ein Kaper. Er hatte gutes Gluͤck auf dem ſpani⸗ ſchen Meere, ſowohl im Handel, als beim Kapern, aber es iſt nun vorbei damit. Mein Name iſt Clemens Cleve⸗ land, Capktaͤn und zum Theil Eigenthuͤmer des Schiffs,

W. Scott's Werke. CX.. 10