141 möchten. Und die Seeleute verlieren— wie Bryce, der Hauſirer, ſagt— ihr Recht von dem Augenblicke an, wo der Jiel den Sand berührt; und übrigens ſind ſie mauſetodt, die armen Leute, mauſetodt, und kuͤmmern ſich wenig um den Reichthum dieſer Welt,— wahrhaftig, nicht mehr, als die
großen Grafen und Könige des Meeres, zu den Zeiten der
Norweger, um die Schätze, die ſie in ihren Graͤbern und Grabſtätten vergruben. Habe ich Euch wohl erzahlt, Junker Mordaunt, von Olaf Trygwaſon, wie er fünf goldene Kronen mit in ſeinem Grabe verbarg?
„Nein Swertha,“ ſagie Mordaunt, der nun ein Ver⸗ gnügen darin fand, die liſtige alte Diebin zu quälen:„Du erzählteſt mir dieß nie; aber ich ſage Dir dagegen, daß der Fremde, den Norna mit in den Ort genemmen yut, maraen wohl genug ſeyn wird, Dich zu befragen, wohin Du alles das aus dem Schiſſbruche geborgene Gut gebracht haſt.“
„Aber wer wird ihm'was davon ſagen, Kind? ſagte Swertha, indem ſie ſchlau ihrem Gebieter in's Geſicht ſahe: — und was noch mehr iſt, ich muß Euch nur ſagen, ich habe noch ein ſchönes Stuͤckchen Seidenzeug übrig, das eine gar nette Weſte für Euch abgeben kann, für die erſte Luſtbarkeit, zu der Ihr hingeht.“
Mordaunt konnte ſich nicht laͤnger des Lachens enthal⸗ ten, über die liſtize Art, auf welche die Alte ihn durch einen Theil ihres Raubes zu beſtechen ſuchte, und indem er ihr he⸗
fahl, alles zum Mittageſſen in Bereitſchaft zu ſetzen, kehrte
er zu ſeinem Vater zurück, den er noch auf demſelben Platze und beinahe auch in derſelben Stellung, wie vorher, ſitzen fand. Als ihr kurzes und mäßiges Mahl beendet Bar, ſagte Mordaunt zu ſeinem Vater, daß er jetzt in die Stadt, oder


